Bundespreisverleihung 2007

Bundessieger 2007 in der Kategorie "Familienfreundlich" - Allmende Wulfsdorf e.V.

     
 
350 Nachbarn jeden Alters wohnen und arbeiten in der Allmende Wulfsdorf in Ahrensburg auf 6,5 Hektar zusammen. Unter dem Motto „leben.gemeinsam.natürlich“ ist in ökologischer Bauweise ein kleines Dorf aus rund 100 Eigentumswohnungen und zehn Sozialwohnungen entstanden, zu dem auch ein Heilpraktikerzentrum, mehrere Ateliers, ein Kindergarten, eine Sporthalle und ein Fußballplatz gehören. Die Außenflächen wurden in nachbarschaftlicher Selbsthilfe in Form verschiedener Gemüse- und Obstgärten angelegt. 
 
Weitere Informationen über die Allmende Wulfsdorf finden Sie hier.
  Der Nachbarschafts-Oscar in guten Händen: Vorstandsmitglied Lore Hallek-Ebel (2. v. r.) und ihre Nachbarn erhalten im Rahmen einer kleinen Feier das Janosch-Ortsschild. 

Bundessieger 2007 in der Kategorie "Multikulturell" - Interkulturelle Konfliktvermittlung

     
 
Die Interkulturelle Konfliktvermittlung ist ein Kooperationsprojekt des Forum Sprendlingen Nords und der Stadt Dreieich. 17 Bewohner des Stadtteils mit unterschiedlicher kultureller Herkunft werden seit Mitte 2004 zu ehrenamtlichen interkulturellen Stadtteilvermittlern ausgebildet. Nach einer Schulung durch das Institut für interkulturelle Mediation und Konfliktbearbeitung in Frankfurt erhalten die Nachbarn ein Zertifikat durch den Bürgermeister von Dreieich. Bis heute haben die Konfliktvermittler 22 Streits geschlichtet, darunter einen festgefahrenen Konflikt zwischen Anwohnern und Jugendlichen. 
 
Weitere Informationen über das Forum Sprendlingen Nord finden Sie hier.
 
Der erste Vorsitzende der Interkulturellen Konfliktvermittlung, Riski Kestem (4. v. r.), nimmt den Nachbarschafts-Oscar in Anwesenheit von Bürgermeister Dieter Zimmer (links) entgegen. Das Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro wird die Initiative in die Ausbildung von neuen Konfliktvermittlern investieren.

Bundessieger 2007 in der Kategorie "Generationenübergreifend" - Begegnungszentrum Lunow e.V.

     
 
Als 2002 die Schule in Lunow schloss, verließen immer mehr junge Familien die Stadt und das kulturelle Leben im Ort schien am Boden. Jugendliche suchten einen Treffpunkt und verschiedene Vereine brauchten neue Räumlichkeiten. Kurz entschlossen gründeten Nachbarn aus Lunow den Verein Begegnungszentrum Lunow e.V. und pachteten die alte Schule für 25 Jahre. Die Idee: Das alte Schulgebäude soll zu einem Haus der Generationen und des Tourismus werden, da es am Naturschutzgebiet Unteres Odertal liegt. 
 
Weitere Informationen über das Begegnungszentrum Lunow finden Sie hier.
 
Andrea Teichert (hinten, 2. v. r.) und andere Nachbarn des Vereins Begegnungszentrum Lunow e.V. freuen sich über den Nachbarschafts-Oscar. Mit dem Preisgeld finanzieren die Lunower Nachbarn den Kauf eines neuen Kaminofens.