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Oasen im Verborgenen: Hinterhöfe

Hinterhöfe sind ein idealer Rückzugsort vom Stadttrubel und Raum für viele Begegnungen. Nachbarschaften entdecken zunehmend ihren Wert. Im Trend: Kräutergärten für alle.

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Mehr Grünflächen in Städten tragen zum Klimaschutz bei und steigern die Wohnqualität für die Anwohner. Daher greifen Nachbarn immer öfter gemeinsam zum Spaten, um ihre Innenhöfe zu verschönern. Oft beteiligen sich Vermieter an der Verschönerung des Hofes. Und das gar nicht mal uneigennützig: schließlich bedeutet ein von den Anwohnern in gemeinsamer Aktion gestalteter Hinterhof eine Aufwertung des gesamten Wohnambientes.

Beispiele, die Schule machen

Wie man einem grauen Hinterhof in einen gemütlichen Wohnhof verwandelt – das zeigen viele Beispiele. So gestalteten Nachbarn der Initiative „Kinderfreundliche Blumenstraße“ aus Saarbrücken ihren Hinterhof mit Beeten und Pflanzen und bauten sogar einen kleinen Spielplatz, um den Kindern einen sicheren Raum zum Toben zu bieten. Anwohner der Berliner Esmarchstraße verwandelten ihren Hinterhof in eine Wohlfühloase. Jung und Alt packten in einer gemeinsamen Aktion gegen die unliebsame Mülltonnen-Tristesse mit an. Heute ist der neue „Garten“ das Herzstück ihrer aufgeblühten Nachbarschaft. Pflanzeninseln, Kräuterbeete, kleine Spielplätze, Booleplätze und Sitzgruppen schaffen eine Wohlfühlatmosphäre, die alle Generationen nutzen können. Schon die gemeinsame Gestaltung macht Spaß! Wenn alle mit anpacken, ist das Werk schnell vollbracht und die erste gemeinsame Party im neuen Outdoor-Refugium kann steigen.

Tipps für die Hinterhofgestaltung

Eine ausführliche Checkliste für Begrünungsprojekte zum Download stellt das Netzwerk Nachbarschaft bereit. Denn bei der gemeinsamen Begrünung von Hinterhöfen gilt es einiges zu beachten. In schattigen Lagen sind oft nur Pflanzen geeignet, die nur wenig Sonnenbestrahlung brauchen. Besonders gut eignen sich Stauden, Sträucher und schattenverträgliche Kübelpflanzen. Zunehmend beliebt sind Kräuterbeete, die von Paten gepflegt werden und allen zur Ernte gereichen. Nasch- und Duftpflanzen sprechen die Sinne an. Zur Bewässerung kann man Regenwasser sammeln, statt es versickern zu lassen. Das spart auch noch Kosten. Für eine angenehme Atmosphäre sollte alles Störende aus dem Hinterhof verbannt werden. Mülltonnen kann man hinter begrünter Fassade verstecken und für Fahrräder einen geschützten Extrastellplatz vorsehen.

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