Bürgersolardächer: Sonnige Vorteile

Der Verein ergon e.V. wurde 2007 für seinen Solarpark mit dem Landespreis im Wettbewerb „Netzwerk Nachbarschaft“ ausgezeichnet.
Bildquelle: Netzwerk Nachbarschaft
Sonnenenergie satt für die 200 Nachbarn der Münchener Initiative – von der gemeinsamen Anlage.
Bildquelle: ergon e.V.
Das Regiohaus der Initiative „Sieben Linden“: Die Solaranlage der Nachbarn produziert mehr Strom, als das kleine Ökodorf selbst verbrauchen kann.
Bildquelle: Initiative „Sieben Linden“Sonnenenergie nutzen und gewinnen – das können Sie sogar ohne eigenes Dach. Vorbilder gibt es in ganz Deutschland, wo immer mehr Nachbarn sogenannte Bürgersolardächer errichten. Machen Sie mit!
Auf Dorfhöfen, Schulen oder Firmengebäuden – vielerorts erschließen Nachbarn geeignete Dachflächen gemeinsam. So auch der Verein ergon e.V. aus München, der bereits 2002 die erste Bürgersolaranlage im Stadtteil Hadern gründete. Die rund 200 Nachbarn erwarben Anteile und halfen tatkräftig bei der Realisierung ihres ganz eigenen Sonnenprojekts mit. Den erzeugten Strom speisen sie in das örtliche Stromnetz ein und sichern sich dank der staatlich garantierten Einspeisevergütung (derzeit noch 34,05 Cent pro Kilowattstunde, ab 1. Oktober rund 33 Ct./kWh) eine attraktive Rendite. Nachahmenswert!
Sonne satt für alle Nachbarn
Die gemeinschaftliche Errichtung und Verwaltung einer Solaranlage erspart Ihnen und Ihren Nachbarn Aufwand und Kosten. Der Gewinn ist beträchtlich, selbst wenn Sie den Solarstrom an Ort und Stelle selbst verbrauchen. Das bestätigen auch die Nachbarn vom Ökodorf Sieben Linden, die in ihrer ökologischen Siedlung in Sachsen-Anhalt eine zentrale Photovoltaikanlage betreiben. Mit derzeit rund vier Quadratmetern Modulfläche pro Bewohner produzieren sie mehr Strom, als das Ökodorf verbraucht. Für den selbstverbrauchten Strom erhalten die Nachbarn eine Vergütung in Höhe von rund 21 Cent je Kilowattstunde, der Überschuss fließt ins öffentliche Netz.
Förderung vom Staat
Die Mitfinanzierung von Bürgersolaranlagen ist ein sicheres Geschäft für Sie und Ihre Nachbarn. Denn die Vergütung ist über 20 Jahre gesetzlich garantiert. Eine Beteiligung ist schon ab einer Einlage von 1.000 Euro möglich. Zinsgünstige Darlehen für die Errichtung einer Anlage vergibt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Weitere Tipps und Kontakte zu erfolgreichen Gemeinschaftsprojekten finden Sie unter www.regiosolar.de.






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