Schenken ohne Schleife
Geben ist seliger denn nehmen, aber schenken und beschenkt werden macht noch mehr Spaß. Das dachten sich auch Berliner Nachbarn und entwickelten eine Box, in der beides funktioniert – nicht nur zur Weihnachtszeit.

Bücher die schon gelesen wurden, Kinderkleidung, die nicht mehr passt, Spielzeug oder Hausgeräte: unter jedem Dach stapeln sich überflüssig gewordene Dinge. Doch wohin damit? Wegwerfen ist einfach zu schade, das Verhökern auf dem Flohmarkt oder bei Ebay scheint zu aufwändig. Die Lösung ist quadratisch, praktisch und richtig gut: Eine Geschenkbox aus Holz – aufgestellt in der Nachbarschaft. In der kleinen Bretterbude werden die ausrangierten Sachen des einen zum Fundstück des anderen! Jeder kann hier Sachen abgeben oder stöbern und selbst etwas mitnehmen. Geld verlangt hier niemand. Die Idee macht Schule: Beschenken Sie sich gegenseitig.
Nachahmer gesucht!
Erfunden wurde die „Givebox“ in Berlin, Ableger breiten sich in Windeseile in den Nachbarschaften der ganzen Republik aus. Hamburg, Düsseldorf, Siegen, Münster und Gerresheim sind nur einige Städte, in denen sich Nachbarn nun ganzjährig fleißig beschenken. „Das Konzept stärkt die Nachbarschaft und fördert Nachhaltigkeit“ erklären die Begründer im Internet. Die Nachbarn haben nicht nur einen Ort um Dinge auszutauschen, auch Ideen können über Pinnwand und Gästebuch mit anderen geteilt werden. Ist die Box bunt und ansprechend gestaltet, wird sie schnell zum beliebten Treffpunkt der Anwohner. Und die Erfahrung zeigt: Es funktioniert! Jetzt rufen die Initiatoren zum Nachmachen auf. Im Internet liefern sie dazu gleich noch Tipps und Anleitungen zum Bau. Erfahrungen können unter www.facebook.com/Givebox ausgetauscht werden. Tageszeitungen beschreiben das Phänomen Givebox bereits als kleine Revolution der Konsumgesellschaft.
Sie wollen mit ihren Nachbarn auch eine Givebox organisieren? Hier geht's zur Checkliste.






Sind Sie eingeloggt? Dann freuen wir uns auf Ihren Kommentar.