Kultur & Freizeit

Rauf aufs Rad

Wenn sich Nachbarn zusammen auf ihre Drahtesel schwingen, ist ihr Ziel meistens: Die Nachbarschaft erkunden und neue Freundschaften schließen!

RadleraufdemDeich
Das Fahrrad ist ein wichtiger Begleiter im Alltag der Deutschen (mittlerweile gibt es rund 73 Millionen Fahrräder in Deutschland). Als Transportmittel zur Arbeit oder zum Einkauf, für einen gemeinsamen Ausflug mit Familie oder Freunden und Nachbarn macht es Furore. Großer Vorteil: Man kann das Tempo selbst bestimmen, ist flexibel, zudem ist es umweltfreundlich und gesundheitsbewusst. Darüber hinaus macht der Ausbau der Fahrradwege in vielen Städten das Fahren sicherer.

Radfahren liegt im Trend

Eine gemeinschaftliche Radtour mit Jung und Alt? Na klar! sagen auch die Nachbarn der Wohnungsbaugenossenschaft Schwedt eG. Sie riefen gemeinsam die „WOBAG-Mitgliederradtour“ ins Leben. Der Andrang ist groß. Auf regelmäßig veranstalteten gemeinsamen Touren genießen sie die Schönheit der Natur oder die Lebendigkeit im Wohnumfeld. Pausen sind den WOBAG’lern wichtig. Die gestalten sie mit lustigen Familienspielen, Musik und leckerem Essen. Jung und Alt sind begeistert!

Im Alter lass ich mich radeln


Auch für die, die sich nicht mehr selbst in den Sattel schwingen können, gibt es eine gute Alternative: „Radeln ohne Alter“ – eine in Dänemark entstandene, inzwischen weltweite Initiative. Freiwillige, gut bewegliche Menschen bieten gratis Ausflüge in Rikschas für Seniorenheim-Bewohner an. Die Fahrgäste können die Umgebung voll genießen. Oft entstehen Freundschaften zwischen Fahrern und Senioren. „Zuletzt fuhr ich zwei ältere Damen, die an Demenz erkrankt sind. Sie waren völlig begeistert, sangen, jubelten, lachten und bestaunten alles, als hätten sie es zum ersten Mal gesehen. Es war so schön zu sehen, dass diese Frauen ihren Spaß hatten“, so Initiator Calle Overweg. Auch Erdtrud Mühlens vom Netzwerk Nachbarschaft stellt fest: „Das Bedürfnis, seine Nachbarschaft per Fahrrad auf Schwung zu bringen, nimmt deutlich zu. Vor allem ältere Nachbarn fühlen sich in der Gruppe sicherer“.

 

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