Wettbewerb

Gemeinsam für mehr Arten-Vielfalt – Ausgezeichnete Nachbarschaften!

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500 Euro-Hauptpreis, Hessen, Herbstein: Anlässlich der 1250 Jahrfeier von Altenschlirf im Jahr 2018 legten die Anwohner rund um Altenschlirf einen Wanderweg an und gründeten ein Wanderweg-Team, das sich um die Pflege kümmert. Für „Jede Wiese Zählt!“ pflanzen die NachbarInnen am „4 Dörfer Blick“ viele Blühflächen und Blühstreifen. Im kommenden Jahr wollen sie ihre Blühwiesen weiter vergrößern.

Mitorganisator Erich Rahn:
Die Aktion war uns ein voller Erfolg, weil viele Insekten von der Vielfalt der Blüten und der langen Blühdauer profitiert haben. Auch die Menschen haben sich am Wanderweg an der Blütenpracht erfreut. Sie blieben stehen, einfach zum Verweilen, zum Nachdenken über die Artenvielfalt. Die Wiese hat zum Nachmachen animiert, gerade weil Jede Wiese zählt!

Bildquelle: Netzwerk Nachbarschaft

500 Euro-Hauptpreis, Bremen: Die Kinder aus dem Fidibus e.V. in Bremen haben mit Hilfe der Erwachsenen bunte Blühwiesen gesät. Schon jetzt ist ein Wildbienenprojekt fest in den Alltag im Kindergarten integriert. Die Kinder kommen so mit Themen wie Ernährung, Nachhaltigkeit und Umweltschutz in Berührung. Die Initiative will ihr Preisgeld für die Gründung eines Naturkindergartens anlegen.

Mitorganisatorin Armelle Mai-Thesing:
Die Aktion war für uns ein voller Erfolg, weil wir mit Groß und Klein und alt und jung wilde, kunterbunte Naschoasen für Insekt und Mensch geschaffen haben. Unsere Kinder freuen sich die unterschiedlichsten Wildbienen und Schmetterlinge in unserem Garten zu beobachten.

Bildquelle: Netzwerk Nachbarschaft

500 Euro-Hauptpreis, Nordrhein-Westfalen, Meschede: Die Klasse 6a der Konrad-Adenauer-Schule hat gemeinsam mit ihrer Lehrerin Claudia Schlief einen Blühstreifen hinter dem Schuldgebäude angelegt. Die bunten Blumen erfreuen jetzt die Anwohner, die den Spazierweg an der Ruhr gern nutzen und genießen. Die Schüler sind stolz darauf, den Großen zu zeigen, wie sie die Artenvielfalt schützen. Sie wollen ihr Projekt im nächstes Jahr weiterführen. Das Preisgeld geht in die Schülerkasse für die nächste Klassenfahrt.

Lehrerin Claudia Schlief:
Diese Aktion war für uns ein voller Erfolg, weil die Blühwiese genau so bunt und artenreich ist wie die Schüler in unserer inklusiven Klasse. Und was wäre eine Schule ohne bunte Blumenwiese? Genau, wie der Tiger ohne Bär...

Bildquelle: Netzwerk Nachbarschaft

Bayern, Bad Tölz: Bereits in den vergangenen Jahren haben die NachbarInnen vom Tölza Acker einen Selbstversorger-Acker angelegt und pflegen ihn seitdem mit großem Engagement. In diesem Jahr legten sie zusätzlich eine Blühwiese für den Schutz der Artenvielfalt an.

Mitorganisatorin Rose Beyer:

Die Aktion war für uns ein voller Erfolg. Wir erfreuen uns an der Blumenvielfalt, unsere Bienen laben sich an der heimischen Blütenvielfalt und viele andere Insekten werden angelockt. Es ist uns gelungen, auf der Wiesenfläche Biodiversität herzustellen.

Bildquelle: Aki Schwarzenberger

Berlin: Die Mitglieder des Vereins Moabiter Ratschlag organisierten im Schulgarten Moabit Aktionen für die Artenvielfalt. Hier finden regelmäßig Bienenführungen für Kita- und Schulkinder statt, die jungen ImkerInnen können Bienenvölker zu studieren. Gemeinsam gestalteten die Akteure eine große Fläche als Bienen- und Wildblumenwiese.

Mitorganisatorin Nicola Kluftinger:
Wir haben bei der Aktion „Jede Wiese zählt!“ mitgemacht, weil es eine Freude ist, wenn sich Groß und Klein gemeinsam für die Natur engagieren, sich für deren Erhalt einsetzen und dabei viel Spannendes lernen!

Bildquelle: Netzwerk Nachbarschaft

Berlin: Der Bürgergarten „Helle Oase“ wird seit 2012 von NachbarInnnen auf einer rund 4.000 m² großen Stadtbrache in Berlin-Hellersdorf betrieben. Die Initiative organisiert Führungen zum Schwerpunkt Permakultur, Umweltbildungsangebote in verschiedenen Formaten, Workshops zum Klimaschutz für Schulen und Kitas, Repair Cafés und eine UPcycling-AG.

Anna Juhnke, Mitorganisatorin von „Helle Oase“:
Die Aktion war für uns ein voller Erfolg, weil wir unseren Bürgergarten wieder insektenfreundlicher gestalten konnten! Wir haben unser Engagement weiter ausgebaut und u.a. neben Insektenhotel und Kräuterspirale ein buntes Insektenbuffet angelegt.

Bildquelle: Netzwerk Nachbarschaft

Hamburg: Der Gemeinschaftsgarten Matthäus ist ein urban-gardening Projekt in Hamburg-Winterhude. Nach erfolgreicher Auftaktveranstaltung mit 120 interessierten NachbarInnen wurden die ersten Stauden und Hochbeete gebaut und gepflanzt. Zwischen Hochbeeten, Blumen und Kartoffeln wollen die NachbarInnen ihren Garten auch in Zukunft gemeinschaftlich gestalten.

Mitorganisatorin Henny Willecke:
Die Aktion ist für uns ein voller Erfolg, weil der Garten jetzt viel mehr Schmetterlinge, Bienen und andere Insekten anzieht. Die Vögel freuen sich, unsere Kinder auch - hoffentlich macht das Schule im Stadtteil!

Bildquelle: Netzwerk Nachbarschaft

Hessen, Bad Wildungen: Im Altstadtverein übernehmen die NachbarInnen aktiv die Gestaltung ihres Wohnumfelds. Auf einer 20m² großen Fläche in der Altstadt legten sie zunächst eine Wildblumenwiese an, dann ein Kräuterbeet, ein selbstgebautes Insektenhotel und nun eine weitere Wildblumenwiese. Auch eine bienenfreundliche Balkon-Aktion setzt bunte Akzente im Wohnumfeld.

Johanna Engel, Altstadtkoordinatorin:
Die Aktion war für uns ein voller Erfolg, weil sie nicht nur ein schnödes Fleckchen verschönert hat, sondern unsere Nachbarschaft motivierte, ihre Balkonkästen und Kübel mit bienenfreundlichen Blumen zu bepflanzen.

Bildquelle: Netzwerk Nachbarschaft

Hessen, Eppstein: Auch die NachbarInnen der NABU-Ortsgruppe Eppstein setzen sich mit ihrem Blühwiesenprojekt für mehr Artenvielfalt ein: Der von ihnen angelegte Schmetterlings- und Wildbienensaum zieht mit seinen unterschiedlichen Pflanzenarten viele Tiere an und erfreut auch die Menschen. 2020 soll das Projekt weitergeführt werden.

Mitorganisatorin Sybille Dömel:
Die Aktion war für uns ein voller Erfolg, weil mit Zusammenhalt Veränderung aufblühen kann.

Bildquelle: Netzwerk Nachbarschaft

Mecklenburg-Vorpommern, Anklam: Das Projekt Garten.Werk.Stadt Anklam ist Teil des Jugend- und Kulturzentrum Demokratiebahnhof. Mit Unterstützung einer Umweltpädagogin entsteht aus dem Bahnhofsgarten ein Gemeinschaftsgarten. Die NachbarInnen bauen gemeinsam Gemüse, Kräuter und Obst an – gemeinsam mit Schülern der örtlichen Schulen und den Jugendlichen aus dem Jugendtreff.

Umweltpädagogin Isabell Schultz:
Die Aktion war für uns ein voller Erfolg, weil es zeigt, wie wenig es braucht, um städtische Plätze zu erblühen und bunter zu machen.

Bildquelle: Netzwerk Nachbarschaft

Niedersachsen, Hannover: Der Verein win e.V. - Wohnen in Nachbarschaften bei der KSG Hannover betreibt den Quartierstreff Wiesenau. Hier vernetzten sich Jung und Alt und organisieren gemeinsam Feste und Feiern, Ferienveranstaltungen für Kinder und Ausflüge für die ganze Familie. Im Rahmen von „Jede Wiese zählt!“ waren alle NachbarInnen aufgerufen, ihre Balkone zu begrünen, um ihr wohnliches Umfeld für den Schutz der Artenvielfalt aufzuwerten. So entstanden viele bunte Blühwiesen für Insekten.

Mitorganisatorin Claudia Koch:
Die Aktion war für uns ein voller Erfolg, weil die bunte Blümchenwiese Menschen fröhlich und Bienchen satt macht! Die Aktion bringt Wiesenau zum Blühen!

Bildquelle: Netzwerk Nachbarschaft

Niedersachsen, Stiepelse: Nahezu alle EinwohnerInnen des kleinen Elbdorfes Stiepelse machen bei den vielfältigen Vereinsaktivitäten mit. Die Vorgärten ihrer Häuser nutzen sie für Gemüse-, Kräuter und Blumenvielfalt. Gemeinsam mit dem Biotopverbund Elbtal Amt Neuhaus (BENe) bauten sie ein Wildbienenhaus, das an der Buskehre des Dorfes den Insekten ein neues Zuhause bietet.

Mitorganisator Theo Baumgärtner:
Die Aktion war für uns ein voller Erfolg, weil damit alle Generationen im Dorf für ein gemeinsames Anliegen begeistert wurden. Die angelegte Blumenwiese und unser ‚Bienenhotel‘ sind dafür ein fröhliches Zeichen.

Bildquelle: Netzwerk Nachbarschaft

Nordrhein-Westfalen, Köln: Die NachbarInnen des gemeinnützigen Vereins Raderberg- und Thal e.V. wollen ihr Quartier bunter und lebenswerter gestalten. Gemeinsam haben sie eine Blühwiese angelegt, ungepflegte Flächen zwischen Parkplätzen begrünt sowie mit Kindern ein „Veedelsbeet“ gepflanzt. Pünktlich zum Straßenfest war alles fertig und blühte. 2020 wollen die engagierten NachbarInnen weitere Flächen zu Blühwiesen machen.

Silke Kievernagel, Raderberg- und Thal e.V.:
Ich finde das so schön, dass wir mit dieser Aktion einen kleinen Beitrag dazu leisten konnten, die nächste Generation für die Erhaltung der Umwelt und die Wichtigkeit der Pflanzen- und Tierwelt zu sensibilisieren. Heute wichtiger denn je.

Bildquelle: Netzwerk Nachbarschaft

Nordrhein-Westfalen, Bavenhausen: In Bavenhausen wird Artenvielfalt an der Grundschule groß geschrieben. Dazu gehört ein Schaubienenstand, das Pflanzen von Obstbäumen und Schmetterlingsstauden sowie die Aussaat einer Blühwiese. Außerdem bringen die Kinder Nistkästen und Fledermauskästen an. Das Projekt wird von der Bezirksregierung gefördert und soll weiter ausgebaut werden.

Mitorganisatorin Melanie Hecker vom Heimatverein Bavenhausen:
Wir machen mit, weil damit nicht nur die Blumen, sondern auch die Kinder aufblühen!

Bildquelle: Netzwerk Nachbarschaft

Saarland, Saarbrücken: Der Nachbarschafts-Verein Parkbeet begrünt seit Juni 2019 ein Parkdeck in der Saarbrücker Innenstadt. Die junge Mitmach-Initiative will das triste Parkhausgrau in einen grünen Hochbeet-Garten umgestalten. Mit Erfolg: Mittlerweile wachsen hier bunte Blumen, Radieschen und Dill.

Mitorganisator Florian Noll, Parkbeet e. V.:
Die Aktion war für uns ein voller Erfolg, weil in den letzten Monaten nicht nur wir, sondern auch unzählige Bienen, Marienkäfer und sonstige Kleinstinsekten in den Beeten ihren Spaß hatten.

Bildquelle: Netzwerk Nachbarschaft

Sachsen, Dresden: Seit Februar 2018 gibt es den neuen Gemeinschaftsgarten Wurzelwerk. Viele fleißige NachbarInnen gestalteten hier einen Raum für Begegnung und gemeinsames Gärtnern sowie Workshops zu Nachhaltigkeitsthemen. Für ihre Aktion „Jede Wiese zählt!“ legten die Akteure einen Blühstreifen an, dazu einen Teich, später ein Bienenvolk und weitere Blühwiesen.

Mitorganisator Gregor Scholtyssek:
Die Aktion war für uns ein voller Erfolg, weil wir jetzt nicht nur wunderbar blühende Fleckchen im Garten haben, sondern damit auch mehr Arten-Vielfalt in die Stadt bringen. Wir leisten so einen kleinen Beitrag dazu, das Artensterben zu begrenzen.

Bildquelle: Netzwerk Nachbarschaft

Sachsen, Leipzig: Auf dem Bürgerbahnhof Plagwitz organisierte die Nachbarschaft eine neue „Gartenmischung“ – der Hildegarten. Er besteht aus Nachbarschaftsgärten und einer Projektfläche, die gemeinsam bewirtschaftet werden. Die Projektfläche steht den gärtnernden NachbarInnen aller Generationen offen und baut auf die Zusammenarbeit mit umliegenden Kindertageseinrichtungen, Schulen und Seniorenheimen.

Mitorganisatorin Agnes Reuter:
Die Aktion war für uns ein voller Erfolg. Es macht viel mehr Spaß, gemeinsam zu säen. Neben unseren Bienen und dem Insektenhotel haben wir nun eine schöne Wiese in unserem Gemeinschaftsgarten.

Bildquelle: Netzwerk Nachbarschaft

Sachsen-Anhalt, Schwanebeck: Nachdem ein Orkan 2015 den Aderstedter Spielplatz zerstörte, schritten die NachbarInnen des Vereins „Wir für Aderstedt“ zur Tat, gemeinsam mit dem „Förderverein der Petri-Sekundarschule Schwanebeck“. Sie sammelten Spenden und für den Bau ihres „Naturnahen Spiel- und Bewegungsraums“. Jetzt legten sie einen Kräutergarten an und pflanzten neue Bäume und Sträucher.

Mitorganisatorin Christina Brehmer:
Die Aktion war für uns ein Erfolg, weil jetzt Gräser sprießen, Blumen blühen, Käfer krabbeln, Schmetterlinge und Bienen fliegen. Mit guten Samen und tollem Engagement erblühen jetzt auch bei uns Wiesen.

Bildquelle: Netzwerk Nachbarschaft

Vom Gemeinschaftsgarten mit Bienenführungen über die Bepflanzung städtischer Parkdecks bis hin zum interkulturellen Wildblumen-Projekt – Netzwerk Nachbarschaft prämiert bundesweit 18 Projekte für mehr Artenschutz im Wohnumfeld.

Mit der Aktion „Jede Wiese zählt!“ rief Netzwerk Nachbarschaft dazu auf, brachliegende Flächen im Wohnumfeld, auf Straßen, Schulhöfen, Spielplätzen und Balkonen zu Blühwiesen umzugestalten. Mit Erfolg: Überall in Deutschland krempelten NachbarInnen die Ärmel hoch und sorgten für bunten Wildwuchs in ihrem Wohnumfeld. Unterstützung bekam die Aktion von Prominenten wie Sarah Wiener, dem Künstler Janosch und den SozialministerInnen der Länder. Rund 90 Nachbarschaften reichten ihre Projekte ein. Fast alle Initiativen wollen sich auch 2020 für mehr Grün im Quartier engagieren. „Die Gewinnerprojekte zeichnen sich dadurch aus, dass sie sich nachhaltig für den Artenschutz einsetzen und die Kinder aus dem Quartier aktiv einbeziehen“, sagt Erdtrud Mühlens von der Jury Netzwerk Nachbarschaft.

 

 

 

Netzwerk Nachbarschaft dankt TeilnehmerInnen für ihr tatkräftiges Engagement!

 

Die Gewinner nach Bundesländern

BayernBerlinBremenHamburgHessenMecklenburg-VorpommernNiedersachsenNordrhein-WestfalenSaarlandSachsen - Sachsen-Anhalt

 

Bayern

Bad Tölz: Tölza Acker

Berlin

Schulgarten Moabit

Bürgergarten Helle Oase

Bremen

Fidibus e.V.

Hamburg

Gemeinschaftsgarten an der Matthäuskirche

Hessen

Bad Wildungen: Altstadtverein Bad Wildungen

Herbstein: Wanderweg Altenschlirf

Eppstein: Madame Fleury

Mecklenburg-Vorpommern

Anklam: Garten.Werk.Stadt Anklam

Niedersachsen

Hannover: win e.V. – Wohnen in Nachbarschaften bei der KSG Hannover GmbH

Stiepelse: Dorfgemeinschaftsförderungsverein Stiepelse

Nordrhein-Westfalen

Köln: Raderberg- und Thal e.V.

Kalletal: Heimatverein Bavenhausen

Meschede: Klasse 6a der Konrad-Adenauer-Schule

Saarland

Saarbrücken: Verein Parkbeet

Sachsen

Dresden: Gemeinschaftsgarten Wurzelwerk

Leipzig: Hildegarten

Sachsen-Anhalt

Schwanebeck: Naturnaher Spiel- und Bewegungsraum Aderstedt

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