Ökologie

„Aussteiger“ – Protest gegen Atomkraft

Atomkraft – Nein Danke! Zahlreiche Gegner der Kernenergie vernetzen sich und zeigen Gesicht auf einem Online-Portal.

Wir sind aussteiger Artikel

„Ich bin Aussteiger“ – das ist das klare Bekenntnis all jener, die hier Gesicht zeigen. Unter wir-sind-aussteiger.de können Atomgegner sich virtuell vernetzen und ihre Meinung austauschen. Auch Prominente wie Sönke Wortmann, Günter Grass und Roger Willemsen machen mit.

Anlass für den Protest gab eine Kabinettsentscheidung aus dem Jahre 2010, die eine Laufzeitverlängerung der deutschen Atomkraftwerke vorsah. Die Bundesregierung hatte beschlossen: Den siebzehn deutschen Atomkraftwerken sollten höhere Energiemengen zugewiesen werden, weshalb sie durchschnittlich zwölf Jahre länger am Netz bleiben sollten. Für die Protestierenden und die Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH) war diese Meldung ein Skandal. Mit der Protestseite wollte der ehemalige Geschäftsführer der DUH, Rainer Baake, dem Widerstand gegen die Entscheidung der Bundesregierung und gegen Atomkonzerne Stimme und Gesicht verleihen.

Den Worten Taten folgen lassen

Nach der Fukushima-Katastrophe im Jahr 2011 wurde die Laufzeitverlängerung vorübergehend ausgesetzt; im weiteren Verlauf gingen die sieben ältesten Atomkraftwerke vom Netz - unter ihnen auch das störungsanfällige AKW Krümmel. Obwohl die Energiewende heute beschlossene Sache ist, ist die Atomenergie noch immer eine präsente Größe des deutschen Energiehaushalts.

Wer nicht nur Gesicht zeigen, sondern auch Taten folgen lassen will, sollte sein Haus oder Wohnprojekt auf erneuerbare Energien umschalten – am besten gemeinsam mit den Nachbarn. Denn das kann viele Kosten und Mühen sparen. Zahlreiche Initiativen machen es vor und rüsten sich mitSolardächern oder Bioenergie-Anlagen nachhaltig für die Zukunft.

 

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