Mehrgenerationen

Gemeinsam gegen die Schulschließung

2009 gewannen sie die „Aktion Spielplatz“. Heute kämpfen die Altenbekener Nachbarn für den Erhalt der angrenzenden Schule.

schmoekerschaukel artikelDie Zahl der Kinder sei zu gering, lautete das Urteil der Bezirksregierung Detmold und lehnte es ab, eine weitere erste Klasse in Schwaney einzuschulen. Stattdessen sollten die zwölf ABC-Schützen des Dorfes im Ortsteil Altenbeken die Schulbank drücken. Der damit verbundene lange Schulweg im überfüllten Bus, gemeinsam mit den viel älteren Hauptschülern, war für die Eltern keine annehmbare Lösung. Unterstützung fanden sie in der Nachbarschaft.

Eltern und Nachbarn protestieren – mit Erfolg

60 Erwachsene und rund 150 Kinder waren im Jahr zuvor an der Entstehung des Abenteuer-Spielplatzes beteiligt. Dieses Projekt hat die Nachbarn zusammengeschweißt. Gemeinsam mobilisierten sie alle Kräfte, um gegen die Schulschließung auf Raten zu protestieren. Unter dem Motto „Die Schüler im Dorf lassen“ zogen die rund 200 Nachbarn vor das Altenbekener Rathaus. Das zeigte Wirkung: Die Gemeinde war verhandlungsbereit, ein Kompromiss konnte gefunden werden. Nach der erfolgreichen Rettung ihrer Schule konzentrieren sich die Nachbarn aus Schwaney nun wieder auf ihr Lieblingsprojekt: den gemeinsamen Abenteuerspielplatz! Dort hat sich einiges getan: Ein großes Gartenhaus wurde gebaut, neues Spielzeug angeschafft und das Gelände weiter ausgebaut. Auch für 2012 verfolgen die Nachbarn tolle Pläne. „Gemeinsam erarbeiten wir ein Konzept für ein Steinatrium, das als Treffpunkt und als ‚grünes Klassenzimmer’ genutzt werden kann“, berichtet Sabine Zagatta, Spielzeugbeauftragte des Fördervereins. Bei der Pflege des Spielplatzes samt Schulgarten packen natürlich wieder Jung und Alt gemeinsam an. „Nachbarn, Kinder wie Eltern, fühlen sich für das verantwortlich, was sie selbst mit aufgebaut haben“, so Zagatta.