Kultur & Freizeit

Die Pflanzen-Guerilla

Im wahrsten Sinne „rar gesät" sind schöne Grünflächen in Großstädten – zumal, wenn die Gemeinde sparen muss. So kommt es, dass immer mehr Nachbarn die Begrünung ihres Wohnumfelds selbst in die Hand nehmen. Und so belebt „Guerilla Gardening", das in den USA schon viele Anhänger hat, mehr und mehr auch deutsche Städte.

Wo gesät wird...

... da wächst Buntes. Im Visier der Pflanzaktivisten: Verkehrsinseln, Baumumrandungen oder Wegränder. Dabei streifen die Garten-Guerillas durch ihr Viertel und pflanzen auf eigene Faust Stecklinge und Samen ein, die sie dann liebevoll hochpäppeln und pflegen. Zwar ist die Begrünung öffentlicher Orte illegal, doch die Ordnungshüter drücken in der Regel beide Augen zu. Prinzipiell sei es sogar willkommen, wenn Nachbarn sich um die öffentlichen Grünflächen kümmern, so Lars Schmidt, Sprecher des Bezirks Hamburg-Mitte. Allerdings sollte man von Baumpflanzaktionen absehen.

Engagierte Freizeitgärtner brechen nicht zwangsläufig Gesetze, wenn sie die Nachbarschaft durch „wilde" Pflanzaktionen verschönern. Hamburg vergibt beispielsweise ganz legale „Grünpatenschaften" für städtische Beete und Grünstreifen. Möglichkeiten für engagierte Hobby-Gärtner bieten auch andere Städte an, z.B. Berlin, Aachen oder Bonn. Infos zur Grünpatenschaft in Hamburg finden Sie unter www.gruenpate.de.

Gärten für Stadtmenschen

Nicht nur öffentliche Grünflächen sind in Großstädten knapp, auch private Gärten zum Relaxen, Sonnenbaden oder Grillen. Anwohner, die auf ihre grüne Oase nicht verzichten wollen, können mit Nachbarn zusammen einen Gemeinschaftsgarten anlegen. Nützliche Tipps für die Organisation eines gemeinschaftlichen Gartens finden Sie hier.