Ökologie

"Naturinsel" Pennenfeld

Sie wollten es grüner! 16 Bonner Nachbarn nahmen die Spaten in die Hand und schufen einen wunderschönen Gemeinschaftsgarten.

 Naturinsel Pennenfeld
Nicht ohne Stolz erzählt Nachbarin Karin Robinet von der Gemeinschaftsaktion in ihrer Siedlung. „Mit unserer ‚Naturinsel’ haben wir einen tollen Erholungs- und Naturerlebnisraum für alle geschaffen.“ Ohne die tatkräftige Arbeit vieler Anwohner wäre das nicht gegangen. Schon im Herbst 2012 verabredete man sich zu einem Workshop, 16 Nachbarn kamen. „Wir wollten einen barrierefreien Naturgarten haben. Dort sollen heimische Pflanzenarten wachsen, Korn- und Mohnblumen, Malven und Ackerringelblumen“, berichtet Robinet. Die schmucklose Rasenfläche vor dem städtischen Nachbarschaftstreff im Viertel drängte sich für dieses Projekt geradezu auf. Im Jahr zuvor waren sechs an Demenz erkrankte Frauen in eine betreute Wohngemeinschaft nebenan eingezogen. Auch sie sollten mitmachen und ihre Bedürfnisse einbringen können.

Mehrere Generationen gärtnern mit

Dankenswerterweise gab die kommunale Wohnungsbaugesellschaft das Grundstück frei. Um ihr Vorhaben zu finanzieren, sammelten die Anwohner eifrig Spenden von lokalen Unternehmen. Dann konnte es losgehen. Quer durch den Garten legten die Hobbygärtner einen rollstuhlgeeigneten Weg  und Hochbeete an, säten eine große Blumenwiese mit heimischen Wildblumen, legten Rosen- und Gemüsebeete an. Für die Pflanzung von Apfel- und Birnbäumen holten sie sich die Unterstützung von Schülern aus der nahegelegenen Schule. Das Know-how für den Bau einer Mauer um das Kräuterbeet herum eigneten sie sich in einem Volkshochschulkurs zum Thema Trockenmauerbau an.

Erst der Anfang

Heute ist die Naturinsel  d e r  Treffpunkt für die Anwohner. „Unser Gemeinschaftsgarten hat sich zum Mittelpunkt für die ganze Siedlung entwickelt“, freut sich Robinet. Und das macht Lust auf mehr. In der Tat: die Pennenfelder wollen jetzt gemeinsam mit der örtlichen BUND-Gruppe Hecken pflanzen, dann einen Spielplatz bauen – mit Skulpturen und einem Wasserspiel. Wenn die Pennefelder erstmal loslegen... sind sie nicht mehr zu bremsen!