Ökologie

Der Alpenerplatz blüht auf

Verwahrlost und schmutzig – so sah der Kölner Alpenerplatz aus. Bis die Nachbarn das Blatt wendeten – und noch viel mehr!

alpenerplatz artikel

Schon seit Jahren mieden die Anwohner den Alpenerplatz im Kölner Stadtteil Ehrenfeld. „Der Platz war vermüllt, ein Treffpunkt für Drogenabhängige und Sorgenkind aller Nachbarn“, erinnert sich Jörg-Tammo Reelfs, Anwohner und Sprecher der Nachbarschaftsgemeinschaft. „Doch als die Schüler der nahen Astrid-Lindgren-Schule in einem Schulprojekt eine bessere Zukunft des Alpenerplatzes entwarfen, ging ein Ruck durch die Gegend.“ Engagierte Anwohner, Eltern und Gewerbetreibende wurden aktiv. Im Sommer 2010 veranstalteten sie das erste Alpenerplatz-Fest und schon bald fanden die Nachbarn bei der Politik Gehör: Die Bezirksvertretung bewilligte 10.000 Euro für die Umgestaltung des Platzes. Die Nachbarn gründeten die „Interessengemeinschaft Alpenerplatz“ und investierten das Geld in Sitzgelegenheiten, die von Architekten aus der Nachbarschaft kostenlos entworfen wurden.

Die Nachbarschaft erwacht

Nach einer ersten gemeinsamen Aufräumaktion ging es 2012 richtig los: Mit prominenter Unterstützung durch ZDF-Gärtner Elmar Mai bepflanzten die Nachbarn Kunststofftonnen in verschiedenen Größen. Für jeden der 21 Pflanzcontainer konnten Paten aus der direkten Nachbarschaft gewonnen werden, die fortan die Verantwortung für „ihre“ Pflanzen übernahmen. Auch im nächsten Jahr gelang es, weitere fünf Nachbarn für die Pflanzaktion zu begeistern. Das zweite Alpenerplatz-Fest zog über 2.000 Besucher an! Außerdem kauften die Nachbarn Brettspiele, die sich Jung und Alt seitdem in den umliegenden Läden ausleihen können. „Der erste Sommer mit den neuen Bänken auf unserem grünen Platz war etwas ganz Besonderes“, erzählt Reelfs. „Inzwischen steht der Alpenerplatz wieder im Mittelpunkt des Gemeinwesens und ist für alle Generationen ein Ort, der zum Verweilen, Spielen und Gestalten einlädt.“ In diesem Jahr sollen die Kinder der Nachbarschaft die Hauptrolle spielen – die Nachbarn sammeln noch Ideen.

Die Interessengemeinschaft Alpener Platz finden Sie auch auf Facebook.

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