Bauen & Wohnen

Wir vom Kanalblick

2009 bezogen die ersten Eisenhüttenstädter den kleinen „Kanalblick“. Heute leben dort viele nette und hilfsbereite Nachbarn.

 Kanalblick Artikel

Schon als die elf Einfamilienhäuser noch in der Bauphase waren, suchten die Nachbarn untereinander den Austausch, gaben sich Tipps, verliehen Geräte und unterstützten sich, wo es nur ging. Einer der Anwohner, Andreas Wendt, erinnert sich noch gut an den Tag, als zwei Dutzend Nachbarn ihm spontan dabei halfen, den Kies für die Terrasse aufzuschütten. „Aus allen Ecken kamen plötzlich Menschen mit Schubkarren hervor. In kürzester Zeit hatten wir die Arbeit erledigt!“. Als alle Nachbarn eingezogen waren, ging das gute Miteinander nahtlos weiter.

Jeder packt mit an

Im Winter wechseln sich die Nachbarn mit dem Schneeschippen ab, im Frühling fachsimpeln sie gemeinsam über die richtige Gartenpflege. Auch die Silvesterabende feierten sie von Anfang an zusammen. Dann beteiligten sich die Nachbarn am Wettbewerb „Die schönsten Straßenfeste“ von Netzwerk Nachbarschaft und: siegten! Wie passend: Der Preis war ein praktischer Vertikutierer für den Garten. Er macht seitdem seine Runden durch die Nachbarschaft. Auch beim Wettbewerb „Die schönste Straße Deutschlands“ schafften es die „Kanalblicker“ unter die Favoriten. Sie bauten eine Rundbank unter der Trauerweide am Kanal.

Ein Netzwerk von und für Nachbarn

„Ohne Netzwerk Nachbarschaft wären wir noch nicht so weit“, sagt Wendt. „Die Wettbewerbe und Anregungen haben unseren Zusammenhalt sehr befördert.“ Mittlerweile treffen sich die Nachbarn gerne nach Feierabend vor ihren Garagen und besprechen die nächsten Pläne. Ein Straßenfest wird es auch dieses Jahr wieder geben, und wenn Netzwerk Nachbarschaft zum nächsten Wettbewerb aufruft, werden die Kinder von Andreas Wendt wieder den Aufruf in alle Briefkästen stecken. Und der nächste Wettbewerb kommt bestimmt!