Bauen & Wohnen

Frisch gebackene Nachbarschaft

In ihrem selbstgebauten „Backhäusl“, stellen die Indorfer nicht nur ihr eigenes Brot her, sie verzehren es auch gemeinsam. 

Indorf Artikel

Im Winter kam die Idee auf, kein halbes Jahr später gründeten die Nachbarn einen Verein und Im Frühjahr starten sie ihre Aktion: 14 Nachbarn des 130-Seelen-Dorfs bei Erding hatten sich das Ziel gesetzt, gleich neben der Dorfkirche ein kleines Haus mit Holzbackofen zu errichten – ein „Backhäusl“. Im Frühjahr 2013 wurden die Pläne des Indorfner Backhäuslvereins von den tatkräftigen Mitgliedern in die Tat umgesetzt. Teilweise aus den Ziegeln eines alten Bauernhofs und mit viel handwerklichem Geschick bauten die Nachbarn miteinander ein Häuschen von etwa 20 Quadratmetern. Das Grundstück stellte die Gemeinde kostenlos zur Verfügung. Im August war es dann so weit: Die Nachbarn konnten sich das erste Brot und auch Pizzas schmecken lassen.

Die eigene Bäckerei

Seitdem ist viel passiert. Zwei „Back-Teams“ heizen alle zwei Wochen den Ofen an. Die Zutaten und das Brennholz stellt der Verein. Besonders die althergebrachten Rezepte haben es den Vereinsmitgliedern angetan, Backmischungen und künstliche Zutaten kommen gar nicht in Frage. 20 Kilo Brot backen die Nachbarn bei jeder Aktion. Sie werden dann für einen Unkostenbeitrag an die Mitglieder verteilt. „Unser Zusammenhalt ist nochmal besser geworden“, erzählt Franziska Huber, Vereinsmitglied der ersten Stunde. „Die ganze Gegend kennt schon unser Backhäusl.“ In diesem Sommer weihen die Nachbarn das Häuschen offiziell mit einem rauschenden Straßenfest ein – für Brot ist gesorgt!

  

Weitere Informationen:

Indorner Backhäuslverein e.V.