Wettbewerb

Deutschlands beste Nachbarn 2007

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Preisverleihung

Bundessieger „Familienfreundlich“: Allmende Wulfsdorf e.V., Schleswig-Holstein. 350 Nachbarn jeden Alters wohnen und arbeiten in der Allmende Wulfsdorf in Ahrensburg zusammen. In ökologischer Bauweise verwirklichten sie hier ein kleines Dorf, in dem sich alle Generationen wohlfühlen. Die Nachbarn bauten Spielplatz und Turnhalle und legten Gärten an.

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Bundessieger Multikulturell: Interkulturelle Konfliktvermittlung, Hessen. Friedliches Zusammenleben: 17 Bewohner des Stadtteils mit unterschiedlicher kultureller Herkunft lassen sich zu ehrenamtlichen Konfliktvermittlern ausbilden. Sie schlichten kompetent und mit großem Erfolg Streits unter Nachbarn – die Wirkung ist nachhaltig.

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Bundessieger „Generationenübergreifend“: Begegnungszentrum Lunow e.V., Brandenburg. Als 2002 auch noch die Schule in Lunow schloss, verließen immer mehr junge Familien die Stadt. Nachbarn gründeten den Verein Begegnungszentrum Lunow e.V. und pachteten die alte Schule für 25 Jahre. Das alte Gebäude ist heute ein Haus der Generationen.

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Landessieger Baden-Württemberg: LERNEN und FREIZEIT. 15 Nachbarn zwischen 14 und 65 Jahren betreuen das interkulturelle und generationenübergreifende Projekt LERNEN und FREIZEIT. Die Nachbarn beraten bis zu 30 Kinder und Jugendliche bei ihren Hausaufgaben, bereiten mit ihnen Klassenarbeiten vor oder spielen, malen und lesen zusammen.

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Landessieger Bayern: ergon e.V. Der Verein ergon e. V. aus Münchner setzt sich für ökologische und soziale Nachhaltigkeit ein. Rund 200 Nachbarn kauften Anteile an einer Solaranlage und profitieren jetzt vom Ertrag durch die Einspeisevergütung. So können auch Anwohner, die kein geeignetes Dach für eine Anlage besitzen, umweltfreundlichen Strom erzeugen.

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Landessieger Berlin: Bremer Höhe eG. Rund 50 Berliner Nachbarn gründen Anfang 2000 die Bremer Höhe eG und modernisieren einen großen Wohnkomplex ökologisch und denkmalgerecht. Die Nachbarn legen 120 Wohnungen zusammen, um genug Platz für Familien mit Kindern zu schaffen, bauen viele Wohnungen altengerecht um und richteten einen Gemeinschaftsraum ein.

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Landessieger Bremen: Gute Nachbarschaft tut gut! 2006 gründen Bremer Nachbarn das Projekt „nebenan“. Ihre Vision: Das Älterwerden durch Vernetzungen quer durch den Stadtteil Neustadt zu erleichtern. Auf öffentlichen Festen machen sie auf ihr Projekt aufmerksam und führen Helfer und Hilfe-Suchende im Gemeindehaus zusammen. Ihr Beispiel macht Schule.

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Landessieger Hamburg: Sonnenland e.V. Das Stadtteilprojekt Sonnenland e. V. liegt mitten in einer strukturschwachen Wohnsiedlung. Seit Anfang der 70er Jahre steht für die Nachbarn die Kinder- und Jugendarbeit im Vordergrund. Als die städtischen Fördergelder 2007 wegfallen, schließen sich mehrere Bewohner spontan zusammen, um die Arbeit weiterzuführen.

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Landessieger Mecklenburg-Vorpommern: Straße der Einheit. 70 Bewohner leben in der „Straße der Einheit“ in Ribnitz-Damgarten. Tradition ist ihr jährliches Straßenfest. Jeder Bewohner trägt etwas zum Fest bei – vom selbst gemachten Gaumenschmaus bis zu Geschicklichkeitsspielen. Die Nachbarn verstehen sich blendend und sind immer füreinander da.

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Landessieger Niedersachsen: Altstadt III – Leben im Quartier. Um das Kennenlernen der Kulturen und die Toleranz untereinander zu fördern, gründen Nachbarn 2003 die Arbeitsgemeinschaft Leben im Quartier. Im eigeninitiativ geführten Bürgertreff veranstalten sie das „Frühstück für alle“, organisieren Theater- und Zoobesuche oder Bastel- und Nähkurse.

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Landessieger Nordrhein-Westfalen: Netzanschluss. 2004 gründen Nachbarn in Aachen das Projekt Netzanschluss. Ihr Ziel: eine Anlaufstelle und praktische Erleichterung für alleinerziehende Eltern schaffen. Beratungsgespräche für Erwachsene, Kinderbetreuung oder gemeinsame Ausflüge – inzwischen nehmen über 45 Alleinerziehende das umfangreiche Angebot wahr.

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Landessieger Rheinland-Pfalz: Wohnprojekt Kaiserbacher Mühle. Im Dörfchen Klingenmünster an der Grenze zu Frankreich wandeln Nachbarn 1999 einen alten Gutshof in ein Wohnprojekt für Jung und Alt um. In der Kunstwerkstatt können Erwachsene und Kinder in verschiedenen Workshops Spielmaterialien herstellen und ihre kreativen Talente ausleben.

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Landessieger Saarland: Die Insulaner. Die Nachbarn der Inselstraße in Friedrichsthal pflegen seit sieben Jahren eine besonders lebendige Nachbarschaft. Hier kennt jeder der 58 Nachbarn jeden und hilft dem anderen, wo er nur kann. Jedes Jahr wird der gute Zusammenhalt mit dem „Inselfest“ gefeiert. Den Erlös spenden die Nachbarn stets einem guten Zweck.

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Landessieger Sachsen: Multilinguas. 2003 gründeten Nachbarn in Chemnitz die Initiative Multilinguas. Hier engagieren sich Nachbarn als ehrenamtliche Sprachmittler. Das Projekt ermöglicht Migranten, sich aktiv am Alltag zu beteiligen –durch das Hilfsangebot der ehrenamtlichen Dolmetscher und durch die Möglichkeit, selbst als Sprachmittler tätig zu werden.

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Landessieger Sachsen-Anhalt: Bürgerinitiative Stendal (BIS) e.V. Neun Bürger aus Stendal gründen 2004 die BIS e. V. und gewinnen weitere Nachbarn dafür, sich für die Seniorenbetreuung einzusetzen. Ältere Menschen können so möglichst lange in ihrer vertrauten häuslichen Umgebung wohnen bleiben. Der Verein zählt heute 164 Mitglieder.

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Landessieger Thüringen: Wir in Meiningen-Jerusalem e.V. Seit 2003 setzt sich der Verein „Wir in Meiningen-Jerusalem“ für Kinder und Jugendliche ein. Spätaussiedler haben gemeinsam mit der VHS eine internationale Küche eröffnet. Und in einer Begegnungsstätte der AWO treffen sich wöchentlich Nachbarn, um sich gegenseitig in fröhlicher Runde auszutauschen.

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Zusammen mit der BHW Bausparkasse zeichnet Netzwerk Nachbarschaft Vorbild-Projekte aus. Die Jury prämiert 16 Landessieger.

230 Initiativen mit vielen tausend aktiven Mitstreitern bewarben sich mit ihren Projekten um den Titel „Deutschlands beste Nachbarn“. Der hochkarätig besetzte Jury fiel es schwer, unter den ideenreichen Einsendungen 16 Landes- und drei Bundessieger auszuwählen. Jurymitglied Janoschs großes Lob an die Nachbarn: „Toll, was Ihr Nachbarn alles auf die Beine stellt!“

Bundessieger in der Kategorie „Familienfreundlich“ wurden die Mitglieder von „Allmende Wulfsdorf e.V.“ aus Ahrensburg. Sie bauten unter dem Motto „Mitplanen, selber gestalten, anpacken und umsetzen“ ein ganzes Dorf in ökologischer Bauweise. In Dreieich bildet die „Interkulturelle Konfliktvermittlung“ Mediatoren aus, die in der multikulturellen Nachbarschaft erfolgreich Streitigkeiten schlichten. Für den Beitrag zu einem friedlichen Miteinander erhielten sie den Bundespreis in der Kategorie „Multikulturell“. Nachbarn aus Lunow sind Bundespreisträger der Kategorie „Generationenübergreifend“. Sie pachteten ein Schulgebäude, das von der Stadt geschlossen wurde und bauten es eigeninitiativ zu einem Haus der Generationen um.

Alle Gewinner freuten sich über Preisgelder in einer Gesamthöhe von 20.000 Euro für den Ausbau ihrer Projekte und wurden vor Ort von ihren Paten – den LandessozialministerInnen – geehrt. Die Bundessieger können ihre Nachbarschaft mit einem ganz besonderen Straßenschild schmücken: dem Nachbarschafts-Oscar, exklusiv von Janosch gestaltet.

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