Initiativen-Portraits

„Wagnis" gewinnt!

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Leeres Baugrundstück der Wagnis eG

Auf dem noch leeren Grundstück "Am Ackermannbogen" hisst Wagnis seine Flagge

Bildquelle: Wagnis eG
Erstes Bauprojekt der Wagnis eG

Das erste Bauprojekt von Wagnis mit hauseigenem Café

Bildquelle: Wagnis eG
Der Innenhof des

Der Innenhof des "Haus Rialto"

Bildquelle: Wagnis eG
Laubengang im Haus Rigoletto von Wagnis eG

Grüne Pracht auf dem Laubengang

Bildquelle: Wagnis eG

Familienfreundlich, multikulturell und generationenübergreifend: Wie eine Münchener Genossenschaft Wohnträume erfüllt.

In den 90er Jahren schlossen sich eine Reihe kleinerer Initiativen aus München zusammen – ihr gemeinsames Ziel: eine neue Wohnform für Jung und Alt in lebendiger Nachbarschaft zu gestalten. 1999 gründeten 21 Mitglieder zunächst den gemeinnützigen Verein „wagnis e.V.“ und diesen im darauf folgendem Jahr in die Wohnbaugenossenschaft „wagnis eG“ umzuwandeln. Wagnis steht für „Wohnen und Arbeiten in Gemeinschaft, nachbarschaftlich, innovativ und selbstbestimmt“.

Heute engagieren sich 550 Nachbarn im „Wagnis“. Drei Wohnprojekte haben sie bereits erfolgreich gebaut, ein viertes entsteht zur Zeit. Das erste Siedlungsprojekt „am Ackermannbogen“ wurde Ende 2004 fertig gestellt. 211 Personen, davon 78 Kinder, leben in der weiträumigen, modernen Anlage mit Gemeinschaftsgarten, Bewohnertreffpunkt und Speisecafé. Die Nachbarn finanzieren diese Räume, indem sie 5 Prozent der eigenen Wohnraumfinanzierung für die Gemeinschaftsflächen einbezahlen. Regelmäßig organisieren sie Veranstaltungen, Konzerte, Tangoabende, Spielrunden und Ausstellungen oder nutzen die Gemeinschafträume für Geburtstags- oder Hochzeitsfeiern, Chorproben oder Mal- und Theaterkurse.

Die Planung eines neuen Wohnprojekts organisiert „wagnis“ von Anbeginn an gemeinsam mit den Nachbarn in spe. Sie bringen ihre eigenen Vorstellungen und Bedürfnisse in das Konzept für das neue Objekt ein. Und sie treffen sich untereinander, um sich besser kennenzulernen und Freundschaften zu schließen. Die Bewohner des zuletzt fertiggestellten  Wohnprojekts ließen es sich nicht nehmen und „übten" die neue Nachbarschaft schon vor Baubeginn auf dem leeren Grundstück und in Zelten. Das dort aufgebaute „Wir"-Gefühl hält bis heute.

 

Mehr Informationen:

www.wagnis.org