Kultur

Blumenberg meldet sich zu Wort

Schon seit vielen Jahren engagiert sich die Interessengemeinschaft Blumenberg für ein gutes Miteinander im jüngsten Kölner Stadtteil. Ihre Aktionen und kreativen Ideen stärken das Zusammenleben und halten den Stadtteil ganz schön auf Trab!

NdW KW3 Artikel

Anfang 2011 gründeten sieben Nachbar:innen einen Verein, um das soziale Miteinander in dem multikulturellen Stadtteil zu bereichern und Begegnungen zu fördern. „Inzwischen zählen wir über 30 Mitglieder“, sagt Johannes Petrikowski, Vorsitzender der IG Blumenberg. Zunächst planten die Nachbarn eine Kampagne für die Einführung einer Buslinie – wegen der ständigen Ausfälle der S-Bahn, ein wichtiges Thema für Blumenberg. Sie sammelten Unterschriften, organisierten Treffen und sprachen mit dem Bürgermeister.

Im Gespräch bleiben

Ein wichtiges Anliegen der Nachbar:innen war es, die Kommunikation im Stadtteil zu verbessern. Bei dem schwarzen Brett am Supermarkt sollte es nicht bleiben. Die Aktiven richteten eine Internet- und Facebook-Seite ein, entwickelten sogar eine App für Handys. Wichtige Adressen, Termine und Neuigkeiten können die Anwohner hier einstellen. Seitdem herrscht im Forum ein reger Austausch.
Ihr Einsatz zeigte Wirkung: Im Stadtteil wird munter über wichtige Fragen der Entwicklung, Beteiligung und Infrastruktur diskutiert. Die Initiative bleibt ein fester Anker und Ansprechpartner für die Nachbarschaft und macht sich für Anliegen aus dem Quartier stark.

Blumen für Blumenberg

Um den Stadtteil zu beleben, errichteten die Blumenberger auch einen öffentlichen Bücherschrank und strickten sogar Bäume ein. Auf gemeinsamen Fahrradausflügen, Musikveranstaltungen und dem jährlichen Stadtteilfest haben die Nachbar:innen viel Spaß und können sich austauschen und vernetzen. Sogar die Finanzierung eines Streetworkers setzten die engagierten Nachbarn durch. Besonderes Aufsehen erregten die Blumenberger mit der Begrünung einer großen Verkehrsinsel. Sie schlossen mit der Stadt Köln einen Sponsorenvertrag ab und pflanzten Blumen in das öde Niemandsland. Jung und Alt beteiligten sich an der Begrünungsaktion – von den Pfadfinder:innen bis zu den Senior:innen packten alle mit an. „Die Verkehrsinsel ist inzwischen wie ein Aushängeschild für Blumenberg. Alle Beteiligten haben einen enormen Zuspruch aus der Anwohnerschaft des Quartiers, der Presse und der Politik erfahren“, freut sich Petrikowski.

  

Weitere Informationen:

IG Blumenberg