Wettbewerb

Deutschlands beste Nachbarn 2005

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Preisverleihung

Landessieger Mecklenburg-Vorpommern: Begegnungsstätte Krebsförden Miteinander. In der Hochhaussiedlung gründen Nachbarn den Verein „Krebsförden miteinander". Nach engagierten Verhandlungen stellt die Wohnungsgesellschaft dem Verein zwei Räume zur Verfügung. Die Bewohner richten hier einen Treffpunkt für Jung und Alt ein.

Bildquelle: Begegnungsstätte Krebsförden Miteinander
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Landessieger Hessen: Verein für soziales Engagement und Nachbarschaftshilfe. Der Verein unterstützt hilfsbedürftige Menschen im Alltag und trägt so dazu bei, dass auf unbürokratischem Weg kurzfristig Notlagen überbrückt werden können. Rund 250 aktive Nachbarn helfen mit Einkaufsdiensten, kleinen Reparaturen im Haushalt oder bei Behördengängen.

Bildquelle: Netzwerk Nachbarschaft
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Landessieger Bremen: Seniorenwerkstatt Egestorff-Stiftung. Im Alten- und Pflegeheim der Egestorff-Stiftung in Bremen leben rund 400 Senioren. Um den Kontakt zwischen jungen und älteren Bewohnern in der Nachbarschaft zu beleben, rief die Seniorenwerkstatt die „Jung und Alt-Aktionen“ ins Leben. Eins der beliebtesten Projekte sind die „Märchen-Omis“.

Bildquelle: Netzwerk Nachbarschaft
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Landessieger Brandenburg: Wohnhof Stolzenhagen. Die Initiative ist eine von fünf Nachbarschaftsgruppen auf dem Gut Stolzenhagen in Brandenburg und saniert dort mehrere alte Gebäude. Ihr Projekt: eine „Wahlgroßfamilie“, die im kreativen Austausch mit allen Nachbarn lebt und Kindern wie Erwachsenen ein optimales Wohnumfeld bietet.

Bildquelle: Netzwerk Nachbarschaft
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Bundessieger „Generationenübergreifend“: Wohnprojekt Lebensräume für Jung und Alt e.V., Baden-Württemberg. In den „Lebensräumen für Jung und Alt“ leben 80 Menschen aller Altersgruppen, darunter In- und Ausländer, wohlhabende und weniger betuchte Menschen. Auf ehrenamtlicher Basis bieten die Nachbarn rund 30 verschiedene Freizeit-Angebote an.

Bildquelle: Netzwerk Nachbarschaft
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Landessieger Berlin: Nachbarschaftsbibliothek Französisch-Buchholz. Im Berliner Bezirk Pankow wird 2004 die Ortsbibliothek infolge von Sparmaßnahmen geschlossen. Statt den Verlust zu betrauern, packen die Nachbarn selbst mit an und gründen eine Nachbarschaftsbibliothek. Heute besteht das Bibliotheks-Team aus 15 ehrenamtliche wirkenden Nachbarn.

Bildquelle: Nachbarschaftsbibliothek Französisch-Buchholz
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Bundessieger „Familienfreundlich“: Initiative Dorf Zellhub, Bayern. Das Dorf Zellhub planten seine Bewohner in den 80er Jahren gemeinsam mit einem Architekten. Der große autofreie Innenhof ist Treffpunkt des ganzen Dorfes. Im Alltag unterstützen sich die Bewohner: sie organisieren Fahrdienste zur Schule und eine wechselnde Kinderbetreuung.

Bildquelle: Dorf Zellhub
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Bundessieger Multikulturell: Bewohnerverein Lenzsiedlung e.V., Hamburg. 1977 gründeten Nachbarn den Verein „Lenzsiedlung“. Seitdem organisieren sie in dem Hochhausviertel Musikprojekte, Förderunterricht für Kinder, einen internationalen Frauentreff mit Flüchtlingsberatung, Sport für Senioren – und ein großes Nachbarschaftsfest.

Bildquelle: Netzwerk Nachbarschaft
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Landessieger Niedersachsen: Nachbarschaft Kieselgurweg. Im Kieselgurweg leben 40 Erwachsene und Kinder verschiedenster Kulturen und Altersgruppen. Über ihr Kompetenz-Netzwerk helfen die Nachbarn sich gegenseitig im Alltag: Während die handwerklich begabten Nachbarn auch mal Böden verlegen, machen die „Kopfarbeiter“ mit den Kindern Hausaufgaben.

Bildquelle: Netzwerk Nachbarschaft
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Landessieger Nordrhein-Westfalen: Nachbarschaftsladen Fischeln e.V. Um einen zwanglosen Treffpunkt zu haben, gründen die Bewohner des Quartiers Krefeld-Fischeln schon 1988 einen „Nachbarschaftsladen“. Heute arbeiten in der Einrichtung 15 ehrenamtliche Mitarbeiter und Nachbarn. Sie organisieren Veranstaltungen und gemeinsame Treffen für Jung und Alt.

Bildquelle: Netzwerk Nachbarschaft
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Landessieger Rheinland-Pfalz: Wohnprojekt Kreativ im Alter. Drei Bewohner aus Morbach geben 2000 den Startschuss für die Senioren-WG. Sie bauen eine alte Scheune und einen Speicher zu Wohnhäusern um. Heute leben hier fünf Nachbarn. Alle sind fest entschlossen: Altersheim? Nein danke! Wir wollen auch im hohen Alter zusammen wohnen.

Bildquelle: Netzwerk Nachbarschaft
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Landessieger Saarland: Selbstverwalteter Betriebshof Saarlouis e.V. In Saarlouis gibt es 1990 weder ein Jugendzentrum noch einen alternativen Kulturbetrieb – bis Nachbarn den Betriebshof Saarlouis e. V. gründen. Ob Kinderspielkreis, Ballettgruppe oder Internetcafé für Senioren: Das Kulturzentrum ist heute ein beliebter Treffpunkt.

Bildquelle: Selbstverwalteter Betriebshof Saarlouis e.V.
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Landessieger Sachsen: Hausgemeinschaft Kochstraße. In einem renovierten Gründerzeithaus Leipzigs gestaltet sich eine Gruppe aus Freunden und Bekannten ein neues Zuhause. Insgesamt neun Wohnparteien kaufen gemeinsam das Haus und modernisieren es – barrierefrei. Alle ziehen an einem Strang. Und gewinnen viel: neue Lebensqualität und enge Freundschaften.

Bildquelle: Netzwerk Nachbarschaft
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Landessieger Sachsen-Anhalt: Dorfgemeinschaft Leuna-Ockendorf e.V. 1997 gründen Nachbarn einen Verein, der heute 50 Mitglieder umfasst. Alle haben sich die Verschönerung des Wohnumfeldes auf die Fahnen geschrieben: In gemeinsamen Aktionen setzen die Nachbarn regelmäßig Bäume und Sträucher entlang der Wanderwege, die durch den Ort führen und pflegen sie.

Bildquelle: Dorfgemeinschaft Leuna-Ockendorf e.V.
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Landessieger Schleswig-Holstein: Freizeitpark NoMi e.V. Engagierte Bürger rufen 1997 den Verein Freizeitpark NoMi e. V. ins Leben. Ihr Ziel: Die Jugendlichen sollen einen schönen Platz für ihre Freizeitaktivitäten bekommen. Der Verein sammelt 59.000 Euro in fünf Jahren und investiert sie in eine Skaterbahn, ein Kleinhockeyfeld und Rampen.

Bildquelle: Freizeitpark NoMi e.V.
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Landessieger Thüringen: Straßengemeinschaft Diesterweg. Seit dem ersten Spatenstich 1995 unterstützen sich die Nachbarn des Neubaugebiets Diesterweg im Alltag gegenseitig. Zahlreiche Aktivitäten wie das alljährliche Straßenfest, das traditionelle „Angrillen“ oder der gemeinsame Wandertag halten die Nachbarschaft zusammen.

Bildquelle: Netzwerk Nachbarschaft

Gemeinsam mit Schöner Wohnen und BHW zeichnet Netzwerk Nachbarschaft 30 Initiativen aus, die eine gute Nachbarschaft leben.

In Köln, Hannover, Weinstadt und anderswo – leben die kreativsten und engagiertesten Nachbarn Deutschlands. 30 ausgezeichnete Initiativen machen bundesweit vor, was gute Nachbarschaft leisten kann. Die Gewinner des bundesweiten Wettbewerbs „Deutschlands beste Nachbarn“, werden unter 230 Bewerbungen ausgewählt. Die Schirmherrschaft übernimmt das Bundesfamilienministerium. „Ich freue mich ganz besonders über die großartigen Ergebnisse des Wettbewerbs. Alle eingereichten Bewerbungen dokumentieren auf überzeugende Weise, dass gute Nachbarschaft in Deutschland mehr denn je geschätzt und auf vielfältige Weise aktiv gelebt wird“, sagt Bundesministerin Renate Schmidt.

Hausaufgabenhilfe für Kinder, Feierabendtreffs für Erwachsene,  Kultur- Veranstaltungen und eine Vereinszeitschrift – all das organisiert die Siegerinitiative „Aktives leben e.V.“ in Köln Junkersdorf. Ziel des Vereins ist es, das nachbarschaftliche Miteinander und Füreinander von Jung und Alt im Wohnpark zu fördern. In den Vereinsräumen finden PC- und Gymnastikkurse, Märchenstunden aber auch Informationsveranstaltungen zu medizinischen Themen statt. Im Sommer lockt ein großes Nachbarschaftsfest mit Flohmarkt Bewohner und Gäste in den Hof der Anlage.

Große Ziele haben sich auch die Bürger des baden-württembergischen Dorfes Weinstadt-Schnait gesetzt – mit Erfolg. Weil der Lebensmittel- und Gemischtwarenladen in der Ortsmitte aus wirtschaftlichen Gründen schließen musste, entschließen sich die Bewohner, einen eigenen Dorfladen zu eröffnen. Seitdem ist die Nahversorgung gesichert und ein zentraler Nachbarschafts­treffpunkt gefunden. Die Mitglieder des Vereins erwerben nun Lebensmittel und heimische Spezialitäten zu Einkaufs­preisen.

 

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