Umfragen

Konflikte besser schlichten

Netzwerk Nachbarschaft wollte wissen, wie Nachbarn Konflikte unter Mitbewohnern lösen. Die Mehrheit macht’s mit einem freundlichen Gespräch.

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Die Checkliste „Streitkultur“ ist bei den Mitgliedern stark gefragt, und das ist auch gut so. Denn wer sich selbst und anderen einen großen Gefallen tun will, lässt Streit mit Nachbarn gar nicht erst aufkommen. Spannend zu erfahren, wie Teilnehmer unserer Website-Umfrage ihre Nachbarschaftskonflikte lösen. Über die Hälfte (54 %) tut dies „im freundlichen Gespräch“. Rund 20 Prozent beauftragen lieber ihre Hausverwaltung mit der freundlichen Klärung eines Konfliktes. Gut zu wissen: Hausverwaltungen sind dazu verpflichtet, Ärgernisse unter Nachbarn ausräumen zu helfen.
Sechs Prozent der Umfrage-Teilnehmer geben an, bei Bedarf eine/n MediatorIn zu Rate zu ziehen. Das anerkannte Verfahren mit neutraler Beratung hilft oft, teure Gerichtsverfahren zu vermeiden. Ungefähr gleichviele Befragte (6,5 Prozent) können sich vorstellen, im Konfliktfall juristische Maßnahmen zu ergreifen. Überraschend „cool“ geben sich 13,5 Prozent der User: Sie ignorieren Nachbarschaftskonflikte. Wohl in der Hoffnung, dass sich diese von allein regeln. Mediatoren bezweifeln jedoch, dass die Vogel-Strauß-Methode eine Lösung sein könnte.

Grundstein für eine aktive Nachbarschaft

Die aufmerksame Kommunikation mit Nachbarn ist das A und O für ein besseres Miteinander im Wohnumfeld. Je besser diese vorbereitet ist, desto geringer die Chance, die Interessen Anderer zu verletzen. Gemeinschaftsaktionen sind erfolgreich, wenn es gelingt, die unterschiedlichen Talente und Typen zusammenzubringen. Daher hält Netzwerk Nachbarschaft eine breite Auswahl an Checklisten für die Akteure bereit. Alle Anwohner, die bis zum 31. Oktober eine Gemeinschaftsaktion umsetzen, können sich so bestens informiert zum Wettbewerb „Die schönsten Nachbarschaftsaktionen 2018“ anmelden.

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