Mehrgenerationen

Senioren WG: lieber lustig leben

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Sozialarbeiterin Anne Klar mit einer Bewohnerin bei der Küchenarbeit

Bildquelle: Wohnungsgenossenschaft Witten-Mitte eG

Die „kleinen Racker“ zu Besuch in der Senioren-WG

Bildquelle: Wohnungsgenossenschaft Witten-Mitte eG

Kinder malen die Senioren-WG

Bildquelle: Wohnungsgenossenschaft Witten-Mitte eG

Außenansicht der Senioren-WG

Bildquelle: Wohnungsgenossenschaft Witten-Mitte eG

WGs sind nur etwas für junge Leute? Senioren aus Witten beweisen das Gegenteil! Sie unter einem Dach – schon verflixte 7 Jahre.

Mit einem zünftigen Nachbarschaftsfest feierten die Senioren im Oktober das einjährige Bestehen ihrer Wohngemeinschaft in Witten. „Wir sind froh, dass wir’s gemacht haben“, freut sich Gerhard Rother, Vorstand der Wohnungsgenossenschaft Witten-Mitte eG, die das Wohnprojekt finanziell ermöglichte.

Der Erfolg zeichnete sich bereits 2008 ab: Schon in der Vorbereitungsphase meldeten sich interessierte Senioren. Wegen der großen Nachfrage kann sich die Baugenossenschaft vorstellen, weitere WGs einzurichten. Nach passenden Objekten hält sie bereits Ausschau.

Senioren-Wohnen einmal anders

WG-Pionierin in der barrierefreien Wohnung war die damals 88-jährige Luise Zappe. Mit ihren vier Mitbewohnern lebt sie in den altersgerecht umgebauten Räumen einer ehemaligen Pizzeria, die durch ihre Erdgeschoss-Lage ohne Treppen optimal ist.

Die Wohngenossenschaft unterteilte den früheren Speiseraum in sieben Einzelzimmer und stattete sie mit seniorengerechten Bädern aus. Zusätzlich verfügen die Nachbarn über großzügige Gemeinschaftsräume und ein Gästezimmer. U.a. kochen und backen sie gemeinsam oder spielen auf der WG-eigenen Kegelbahn im Keller des Hauses. Hier feiern die Senioren auch Geburtstage und andere Feste.

Da geht’s richtig rund: KiTa-Nachmittag in der WG!

Immer wenn die quirlige Rasselbande der KiTa „Haus der kleinen Racker e. V.“ die Senioren-WG besucht, gibt’s ein großes Hallo. Gemeinsam basteln, tanzen oder backen ­– das freut Groß und Klein gleichermaßen. Zustande kam der Kontakt zur KiTa in einem Seniorencafé. Die Kinder führten einen Tanz auf, der die Senioren begeisterte. Daraufhin luden die WG-Initiatoren die Kinder zum Treffen ein.

Für seniorengerechte Betreuung ist gesorgt

Neben dem Spaß ist in der Senioren-WG auch für Betreuung gesorgt. Mehrmals täglich sieht eine Krankenschwester der Caritas nach dem Rechten. Einkaufen, putzen oder kochen: Wenn der Alltag beschwerlich wird, greifen weitere Mitarbeiter den  WG-Nachbarn unter die Arme. Sollte ein Notfall eintreten, können die Senioren über den DRK-Hausnotruf per Knopfdruck Hilfe rufen.

Auf gute Nachbarschaft!

Gute Nachbarn hat die Senioren-WG mit ihren „Untermietern“ gewonnen – ins Untergeschoss ist die AWO Bommern eingezogen und bietet Kaffeenachmittage an. Dass Luise Zappe und ihre Mitbewohner regelmäßig daran teilnehmen, ist natürlich Ehrensache.