Nachhaltig einkaufen: Food-Coops im Trend
Immer mehr NachbarInnen kaufen gemeinschaftlich ein. Dabei geht es neben der gesparten Fahrt in den Supermarkt auch um den günstigeren Bezug von Bio-Waren aus der Region.

Diverse Lebensmittelskandale in den vergangenen Jahren veranlassen immer mehr Menschen, auf ihre Ernährung zu achten und sich Alternativen zum Einkauf in den Supermarktketten zu überlegen. Eine beliebte Form sind sogenannte Food-Coops, meist übersetzt als Lebensmittel- oder Einkaufsgenossenschaften, die gesunde Kost direkt von regionalen Bauernhöfen beziehen und auf nachhaltigen und umweltschonenden Konsum ausgerichtet sind.
Guten Gewissens konsumieren
Die Vorteile überzeugen: ökologisch produzierte Waren, regionale Produkte, kurze Transportwege, günstiger Einkauf. Die Mitglieder von Food-Coops arbeiten ohne Gewinnziele, bevorzugen Direktbezug sowie saisonale Bio-Produkte und sie vermeiden überflüssige Verpackungen. So auch die Food Coop Transition Regensburg, deren Anliegen es ist, die lokale Landwirtschaft zu unterstützen und der Lebensmittelverschwendung entgegenzuwirken. Neben einer Grundausstattung an Gemüse und Obst können die Mitglieder auch zusätzlich Eier und Honig über die Food Coop beziehen. Alles kommt aus der Region aus einem Umkreis von 30 Kilometern und 100 Prozent des Erlöses gehen direkt an den Bauern. „Das Bedürfnis, regionale und ökologische Produkte zu kaufen, wächst deutlich“, bestätigt Erdtrud Mühlens von Netzwerk Nachbarschaft. „Oft entsteht die Idee aber auch aus ganz praktischen Gründen: Da es an fußläufigen Einkaufsmöglichkeiten fehlt, entschließen sich engagierte Nachbarn, Einkaufsgemeinschaften zu gründen".
Vom Viertel, fürs Viertel
Die Hamburger Initiative Tante Münze, die bestens mit Kleinunternehmern und Kollektiven aus der Nachbarschaft vernetzt ist, betreibt sogar einen kleinen Laden. Der Schwerpunkt des Food-Coops liegt jedoch weniger auf dem Verkauf, sondern auf dem sozialen Netzwerk, das dadurch entsteht. „Unser Food-Coop-Laden ist mittlerweile zu einem Treffpunkt für die ganze Nachbarschaft geworden“, erklärt Manuel Meuer, Beteiligter des Food-Coops. “Wir organisieren mit unseren Nachbarn zahlreiche neue Projekte, wie Fußballturniere, Straßenfeste, Filmabende oder auch Themenabende und weitere Nachbarschaftstreffen.“
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