Wettbewerb

Netzwerk Nachbarschaft ruft auf zur Aktion „Jede Wiese zählt!“

Die Sieger aus dem Wettbewerb
„Jede Wiese zählt!"

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Pfeil orange gruen

 

Liebe Nachbarinnen und Nachbarn,

Vom ökologisch wertvollen Einzelprojekt über den gemeinsam angelegten Nachbarschaftsgarten bis hin zur Umgestaltung eines ganzen Dorfes mit Unterstützung aller BewohnerInnen – die Jury von „Jede Wiese zählt!“ hatte mit der Bewertung der eingereichten Projekte die Qual der Wahl.

Mit der Aktion „Jede Wiese zählt!“ rief das Netzwerk Nachbarschaft dazu auf, brachliegende Flächen im Wohnumfeld, auf Straßen und Balkonen zu Blühwiesen umzugestalten. Mit großem Erfolg: Überall krempelten während der Corona-Pandemie NachbarInnen die Ärmel hoch und sorgten für bunten Wildwuchs in ihrem Quartier. Mehr als 1000 Akteure und Akteurinnen waren beteiligt. „Die Gewinnerprojekte zeichnen sich durch Kreativität, Nachhaltigkeit und Innovation aus“, sagt Erdtrud Mühlens von der Jury Netzwerk Nachbarschaft. Die Jury entschloss sich aufgrund der vielen engagierten Projekte, mehr Initiativen auszuzeichnen als angekündigt. So erhalten 10 Initiativen jeweils 250 Euro für ihre Aktionen. Zwei Nachbarschaften bekommen einen Sonderpreis.

Wir danken allen BewerberInnen für Ihre spannenden Einreichungen!

 

Gewinner nach Bundesländern

Hamburg:
Q8 – Gemeinschaftsgarten Matthäus
Eppendorfer Landstraße 102
Live-To-Love-Germany – „Wir bringen unseren Stadtteil zum Erblühen“

Mecklenburg-Vorpommern:
Gemeinde Witzin

Niedersachsen:
SAND+WATER WERK SIMONSWOLDE – „Jeder Garten zählt!“

Bremen
Findorff summt und brummt

Berlin
mog61 Miteinander ohne Grenzen e.V.

Nordrhein-Westfalen
Hinsundkunzt – die Nachbarschaftsinitiative
Dorfmasche Neukirchen-Vluyn
Garten Kunterbunt – ein Garten für alle
Heimathafen Bavenhausen
Fachgeschäft für Stadtwandel

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Sand+Waterwerk Simonswolde

Niedersachsen, Ihlow: Der Verein „Sand+Waterwerk Simonswolde“ hat auf dem ehemaligen Freibadgelände einen Wassererlebnisgarten gestaltet. Ihr Plan, er soll als Umweltbildungslernort und Mehrgenerationengarten genutzt werden. In diesem Jahr lag der Fokus des Vereins auf dem Erhalt der Artenvielfalt. Mit ihrem Projekt haben die Akteure des Vereins verdeutlicht, dass jeder Einzelne einen wichtigen Teil zum Umweltschutz beitragen kann.

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eppendorfer landstrasse 102

Eppendorfer Landstraße 102

Hamburg, Eppendorf: Während des Corona-Lockdowns hat die Hausgemeinschaft der Eppendorfer Landstraße 102, bestehend aus tatkräftigen Eltern und Kindern, ihre Balkone mit bunten Blumen fürs Gemüt und Gemüsepflanzen bepflanzt.

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Mit Tatkraft und einem bunten, grünen Daumen verwandelten die NachbarInnen ihren grauen, tristen Hinterhof für alle sichtbar in eine innerstädtische Oase.

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Gemeinde Witzin

Mecklenburg-Vorpommern, Witzin: AnwohnerInnen, Gemeindearbeiter, landwirtschaftliche Betriebe und die Forstverwaltung MV säten auf kommunalen Brachflächen und in Privatgärten kostenlose Blühmischungen. Die DorfbewohnerInnen von Witzin bewiesen, dass sie auch ohne großen Aufwand einen Beitrag zur Verschönerung der Gemeinde leisten und die Artenvielfalt schützen wollen.

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Think big! Dieses Projekt zeigt, dass was im Kleinen funktioniert, auch im Großen wunderbar klappen kann.

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Heimathafen Bavenhausen

Nordrhein-Westfalen, Kalletal: Hier haben die Mitglieder des Heimatverein „Heimathafen Bavenhausen“ einen ehemaligen Kaugummiautomaten zum „Bienenfutterautomaten“ umfunktioniert. Der am Dorfplatz aufgestellte Automat bot auch Gästen des Ortes die Möglichkeit, für kleines Geld ein- und mehrjährige Blühmischungen zu kaufen. Nach Aufstellung im März dieses Jahres war bereits im April der Inhalt erstmalig „ausverkauft“ – immerhin 400 Kapseln, die mit 400 Quadratmetern Blühwiese gleichzusetzen sind.

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Die Idee treibt Blüten: Mit wenigen (Geld-) Mittel kann viel für den Umwelt und Artenschutz geleistet werden. Ein schönes Projekt, bei dem sich jeder individuell einbringen kann.

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findorff

Findorff summt und brummt

Bremen, Findorff: Bienenfutterautomat die Zweite – gemeinsam mit seinem Vater hat der 12-jährige Jonte einen Bienenfutterautomat im Vorgarten aufgestellt. Jeder, der vorbeikam, konnte sich dort für ein paar Cent eine Kugel mit Saatgut kaufen und dann mindestens einen Quadratmeter Bienenweide anpflanzen. Der Anspruch der NachbarInnen war groß: Der Automat musste seit seiner Errichtung mehrmals gefüllt werden. In Findorff summte und brummte es.

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Jung und engagiert für den Umweltschutz. Dies Projekt eines Schülers sollte Nachahmer finden und verdient unsere Anerkennung und unseren Respekt!

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dorfmasche

Dorfmasche

Nordrhein-Westfalen, Neukirchen-Vluyn: Die Initiative Dorfmasche rief im Frühjahr 2020, während des Corona-Lockdowns, alle Neukirchen-VluynerInnen dazu auf, Blumenblüten zu häkeln. Für jede gehäkelte Blüte pflanzt die Stadt jetzt im Oktober eine Blumenzwiebel. Die ersten Kunstblumenfelder entstanden bereits. Die echten Blumenmeere werden 2021 zu bestaunen sein. An der Häkelaktion beteiligten sich mehr als 150 Menschen. Die späteren Pflanzaktion der Zwiebeln werden alle MithäklerInnen und Kindergartenkinder unterstützen.

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Ein schönes Beispiel dafür, wie auch in Zeiten von Corona kreative und originelle Projekte umgesetzt werden können.

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Garten Kunterbunt

Hamburg, Eimsbüttel: Der Garten Kunterbunt ist ein blühendes Wohnzimmer im Grünen, das bei den circa 2000 Bewohnern der Grindelhochhäuser das friedliche und kulturelle Zusammenleben fördert. Hüterin und Gastgeberin dieser besonderen Oase, wo sich Mensch und Natur begegnen, ist Rosemarie Lehmann. Seit 17 Jahren kümmert sie sich in Eigenregie darum. Sie bepflanzt die öffentliche Grünfläche mit Zypressen, Rosen und wild wachsenden Blumen.

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Von der Initiative und Herzlichkeit einer einzelnen Frau profitiert eine ganze Nachbarschaft – über Generationen hinweg. Hochachtung!

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Live-To-Love-Germany

Live To Love

Hamburg, Winterhude: „Lebe, um zu lieben“ ist das Motto der gemeinnützigen und säkularen Live-To-Love-Germany Stiftung. Mit ihrem Projekt „Wir bringen unseren Stadtteil zum Erblühen“ schaffen die Aktiven Biodiversität und notwendige Lebensräume für Insekten sowie Treffpunkte für Menschen in Hamburg Winterhude. Es wurden Blumenwiesen auf Brachflächen entlang von Straßen im Viertel gepflanzt. Die Pflanzen wurden so ausgewählt, dass sie Insekten Nahrung und Lebensraum spenden.

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hinsundkunzt

Hinsundkunzt

Nordrhein-Westfalen, Köln: Die Gemeinschaftsinitiative „Hinsundkunzt“ engagiert sich mit zahlreichen Aktionen für den Umweltschutz, für Begrünungen und für die Insektenvielfalt. Für „Jede Wiese zählt!“ bewässerten sie mit einem 50-köpfigen Team in den Stadtteilen Köln Sülz, Klettenberg und Zollstock Bäume und Baumbeete. Ebenso hat „Hinsundkunzt“ in diesem Jahr über 3.500 große bienen- und insektenfreundliche Pflanzen in Eigenregie in den Stadtvierteln eingepflanzt. In Zusammenarbeit mit sehr vielen NachbarInnen hat die Initiative in diesem Jahr einige hundert Insektenhotels in Eigenregie gebaut und in den Stadtvierteln aufgehangen.

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Fachgeschaeft Stadtwandel Essen

Fachgeschäft für Stadtwandel

Nordrhein-Westfalen, Essen: Vor ihrem Nachbarschaftsladen in Essen bauten die Mitglieder der „Initiative für Nachhaltigkeit e.V.“ einen Parklet. Diese bienenfreundlich bepflanzte Sitz- und Aufenthaltsangelegenheit in der Größe eines PKW-Stellplatzes zog viele AnwohnerInnen an. Erklärtes Ziel der Initiative: Mehr Parklets in den Stadtvierteln, statt Autos, mehr Grün für mehr Artenvielfalt.

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Dieses Modellprojekt zeigt, wie aus Parkplätzen wertvoller Natur- und Begegnungsraum entstehen kann. Eine vorbildliche Bereicherung zur Belebung der Nachbarschaft und Inspiration für mehr Grünanlagen in den Städten.

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Matthaeus Garten Hamburg

Gemeinschaftsgarten Matthäus

Hamburg, Winterhude: Seit April 2017 treffen sich regelmäßig Menschen aller Couleur, Kultur und Altersgruppen im Matthäus-Gemeinschaftsgarten. Dort bewirtschaften sie sechs Hochbeete mit Gemüse und Kräutern sowie ein Indianer- und Hügelbeet. Auch um den Obstbaumbestand kümmert sich die Gemeinschaft und organisiert verschiedene Workshops rund um das Thema „Gärtnern“.

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Grün verbindet – der Matthäusgarten zeigt auf, dass Gärtnern keine Frage von Alter, Kultur und Religion ist. Integrativ, nachhaltig und absolut nachahmungswert!

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mog61 2

mog 61

Berlin, Kreuzberg: mog61 ist ein gemeinnütziger Verein, der den sozialen und kulturellen Zusammenhalt innerhalb des Wohnviertels Kreuzberg 61 stärkt und belebt. In diesem Jahr bewirtschaftete der Verein u.a. mehrere Verkehrsinseln im Bereich des Berliner U-Bahnhofes Gneisenaustraße. Mit dem Projekt wollen die AnwohnerInnen mehr Grün in das Quartier bringen und die sozialen Kontakte und Aktivitäten im Viertel stetig ausbauen.

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Mit dem Begrünungsprojekt leistet der Verein einen wichtigen Beitrag zur Verständigung der Kulturen und Religionen - eine Inspiration für andere Begrünungs- und Nachbarschaftsprojekte!

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