Wettbewerb

Diese Nachbarschaften sind dabei

Grüne Nachbarschaften 2021

Auch in diesem Jahr haben sich wieder viele Nachbarschaften aus ganz Deutschland mit ihren grünen Projekten beim Wettbewerb „Jede Wiese zählt!“ beworben. Große und kleine, urbane und ländliche, erwachsenen und Kinder Initiativen wurden eingereicht. Jede einzelne hat uns begeistert! Aber schauen Sie selbst…

Garten Bruck – grüne Oase mit Hühnerhaltung 

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Bayern, Erlangen: GemeinschaftsgärtnerInnen gestalten eine reine Rasenfläche im öffentlichen Raum in eine blühende Oase mit Gemüsebeeten, Staudenbeeten, Naschhecken, Schattengarten, Streuobstwiese, Totholzhaufen, Sandarium, Hühnerhaltung. Gestärkt wird sich im Garten-Café.

Pfeil kl orange Ursula Kern: „Unser Gemeinschaftsgarten ist ein Projekt, das ökologische und soziale Aspekte vereint. BürgerInnen gestalten öffentlichen Raum nach ihren Vorstellungen und übernehmen Verantwortung.“

Von der Kuhwiese zum Dorf-Gemeinschaftsgarten

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Nordrhein-Westfalen, Lohmar: NachbarInnen gestalten eine 10.000 Quadratmeter große ehemalige Kuhwiese zur naturnahen Erlebnislandschaft um – mit Pumptrack, Boulebahn, 16 Gemüsebeeten, Ritterdorf, Naschgarten und 100qm Bienenweise. Jetzt finden dort gesellige Abende statt.

Pfeil kl orange Caroline Schulte-Bisping: „Wir wollen die Vielfalt an Pflanzen auf unserer Dorfwiese erhalten, und alle Generationen hier im Dorf in gemeinsamer Arbeit zusammenbringen.“

Auf zum grünen Dorfrundgang!

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Nordrhein-Westfalen, Häger: Grüner Startpunkt für den Dorfrundgang –  in Häger haben die Dorfbewohner den Platz um das Startschild zu einer einladenden Blühfläche umgewandelt. Eine grüne Pool-Position!

Pfeil kl orange Jochen Dammeyer: „Unsere Aktion stärkt den Artenschutz und ist für die Dorfbewohner eine schöne Gemeinschaftsaktion. Und auch das Insektenhotel wird gut besucht!“

Willensen blüht auf

5 Juni Gartenaufgang im Anschluß an das neu angelegte Beet

Niedersachsen, Willensen: An zwei Hangstellen im Ort legte die Nachbarschaft ganzjährige Blühbeete für Insekten an und stützte den Hang mit ortstypischen Natursteinen. Auch stehen für Verweilende jetzt Sitzgelegenheiten zur Verfügung.

Pfeil kl orange Erich Ernst: „Uns geht es um die Erhöhung der Biodiversität. Die haben wir mit unserer Aktion im "kleinen Raum" erreicht.“

Grüne Oase für nachbarschaftliche Begegnung

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Rheinland-Pfalz, Rieschweiler-Mühlbach: Grau raus, bunt rein! Aus der tristen Verkehrsinsel gestalteten die BewohnerInnen des Ortes eine grüne Oase. Sie pflanzten Obstbäume und Gemüsebeete. Sitzgelegenheiten und eine Spielfläche für Kinder runden die Begrünungsaktion ab.

Pfeil kl orange Simone Leibrock-Schunck: „Unser Ziel war es, mit dem Gemeinschaftsgarten aus einer trostlosen Verkehrsinsel einen Platz der Begegnung zu schaffen. Wir freuen uns alle über den Erfolg!“

Theorie und Praxis für städtisches Grün

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Hessen, Frankfurt: Die Pflanzgruppe Riederwald hat sich vorgenommen, ein attraktives Umfeld für alle Bewohner zu schaffen. Dafür bauten und bepflanzten sie Hochbeete mit einheimischen Wildstauden. Workshops zur Biodiversität fördern hier das grüne Wissen.

Pfeil kl orange Claus Lauth: „Ziel unseres Projektes ist die Erhöhung der Biodiversität in der Stadt aber auch die Stärkung der Gemeinschaft.“

Lenes Garten – (grüner) Daumen hoch für Gemeinschaftsbeete

Beet mit Schild

Sachsen, Leipzig: Lenes Garten-Freunde sind alte Bekannte im Rennen um den Wettbewerbssieg. Bis zu 20 FreundInnen und NachbarInnen bewirtschaften die selbstgebauten Hochbeete, von denen einige Gemeinschaftsbeete sind. Für Groß und Klein gilt hier: (grüner) Daumen hoch!.

Pfeil kl orange Anne Weiß: „In dieser Saison haben wir zwei Schulgartenbeete vergeben. So sind auch die Kleinsten aktiv mit im Boot.“

Live to Love – urbane Lebensräume für Insekten

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Hamburg: Für ihr Projekt „Wir bringen unseren Stadtteil zum Erblühen“ legen die Aktiven seit 2019 Blumenwiesen auf Brachflächen entlang der Straßen im Hamburger Stadtteil Winterhude an. Damit sollen neue Lebensräume für Insekten geschaffen werden.

Pfeil kl orange Gianna Wabner: „Nachbarn können durch diese Wiesen die wechselseitige Abhängigkeit erfahren und über die bunten Biotope in einen sozialen Austausch gehen.“

Wir sind Garten – Die online Gartenfreunde

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Deutschland: Leben grüner machen. Menschen zu sensibilisieren, nachhaltiger zu leben und Pflanzen und Tieren einen möglichst naturnahen Lebensraum zur Verfügung zu stellen. Aktiv vernetzt und ökologisches Gartenwissen austauschen ist das Ziel der Facebook-Gruppe „Wir sind Garten“.

Pfeil kl orange Torsten Brämer: „In diesem Jahr haben wir zwei große Themen in unserem Feed: Gärtnern im Klimawandel und das Thema Selbstversorgung.“

Urban-Bee-ing – von der Grauschuttfläche zur Blühwiese

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Niedersachsen, Hannover: Im Calenberger Kiez von Hannover verwandelten die AnwohnerInnen eine funktionslose und vermüllte Grauschuttfläche in eine Blühwiese für Insekten. Auch der Gemüseanbau kommt gut voran. Tomatenstauden liefern reichlich Ertrag.

Pfeil kl orange Zarah Kniep: „Unser Ziel ist es, dass noch mehr Blühwiesen in der Nachbarschaft entstehen.“

Blühende Felder erfreuen Wanderer

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Hessen, Altenschlirf: Die Mitglieder des Turn- und Sportvereins Altenschlirf krempelten die Ärmel hoch. Lohn der Arbeit: In und um die Ortschaft entstanden vielfältige Blühwiesen für Insekten und zudem schöne Sitzgelegenheiten für WanderInnen.

Pfeil kl orange Erich Rahn: „Die Mitglieder des TSV Altenschlirf sind auch engagierte Blühwiesengestalter.“

FuhlsGarden – „Kleine Strolche“ gärtnern ökologisch

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Hamburg: Der FuhlsGarden ist ein ökologischer Gemeinschaftsgarten in Hamburg-Barmbek. In Kooperation mit der KiTa „Die kleinen Strolche“ von Kinderwelt Hamburg e.V. gärtnern, buddeln, ernten und lernen dort Klein und Groß gemeinsam. So macht es am meisten Spaß.

Pfeil kl orange Bettina Fallmann: „Wir sprechen generationsübergreifend Jung und Alt an und fördern den Dialog zwischen den verschiedenen Gruppen und Kulturen.“

KERNiG – So ernährt sich Leutkirch

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Baden-Württemberg, Leutkirch: Auf einem verwilderten Grundstück wurde ein vielfältiger Stadtgarten geschaffen. Das Projekt wird von der Kommune gefördert und kommt allen Bewohnern des Ortes zugute. Neben Hochbeeten und einer Obstwiese säten sie in einer Gemeinschaftsaktion Kartoffeln, Kürbis, Kapuzienerkresse und Ringelblumen.

Pfeil kl orange Michael Gretz: „Gute Lebensmittel erfahren bei uns durch diese Aktion wieder deutlich mehr Wertschätzung.“

Permakultur Waldgarten – „anders ackern“ – der Natur zuliebe

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Nordrhein-Westfalen, Ennigerloh: Höfe und Gärten sind wertvolle Orte für den multikulturellen Austausch. Die Mitglieder des Vereins „anders ackern“ setzen im Permakultur-Waldgarten des Bio-Bauernhofs Laakenhof mehrere Pflanzaktionen um begleitet von Führungen und Workshops.

Pfeil kl orange Joachim Derschka: „Im Verlauf der letzten Jahre wurden zahlreiche Pflanzaktionen durchgeführt. Mittlerweile haben wir gemeinsam einen äußerst wertvollen Ort geschaffen.“

Loki’s historische Streuobstwiese

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Hamburg: Auf der Loki Schmidt Streuobstwiese stehen rund 70 Exemplare alter Obstbaumsorten. Sie zu erhalten und zu pflegen ist das Ziel vieler tatkräftiger ZeitspenderInnen. Sie mähen das Grünland in kleinen Etappen per Sense. Und eine Obstbrennerei stellt aus den alten Apfelsorten Edelbrände her.

Pfeil kl orange Laura Jürgens: „Unser Ziel ist, durch traditionelle Pflege Raum für selten gewordene Obstbaumsorten zu erhalten und die große Fülle an Tier- und Pflanzenarten der traditionellen Streuobstwiesen zu erhalten.“

Hausgemeinschaft Dr.-Virchowstraße – buntes Abstandsgrün

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Niedersachsen, Oldenburg: In gemeinschaftlicher Aktion legten die BewohnerInnen der Hausgemeinschaft Virchowstraße einen Garten auf dem Abstandsgrün vor der Haustür an. Sie wollen auch in Zukunft gemeinsam im Garten arbeiten und auch den Austausch untereinander pflegen.

Interkultureller Garten Kreyenbrück  – Kultur im Garten

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Niedersachsen, Oldenburg: Der interkulturelle Garten Kreyenbrück wurde von AnwohnerInnen auf einem Abstandsgrün der Siedlungsgesellschaft angelegt. Mit ihrem Projekt bringen sie Menschen zusammen, die sich tatkräftig im naturnahen Garten einbringen und auch den kulturellen Austausch fördern möchten.

Pfeil kl orange Karin Bremermann: „Das Projekt soll Menschen zusammenbringen, die Lust auf Garten haben.“

Seehaus Garten – Grünes Klassenzimmer im Braunkohle-Gebiet

Hochbeet und Fruhbeete

Sachsen, Neukieritzsch: Ein ganz besonderes Begrünungsprojekt setzen die Aktiven des Seehaus e.V. um. Unter Leitung des Gärtners und Ausbilders Samuel Roßbach revitalisieren inhaftierte Jugendliche ein ehemaliges Braunkohle-Abbaugebiet. Sie säen Wildblumenwiesen, bauen Trockenmauern und pflanzen Obst- und Gemüsebeete für den Eigenbedarf und für den jährlichen Jungpflanzenmarkt.

Pfeil kl orange Samuel Roßbach: „Wir wollen weitere Wildblumenweisen anlegen und den heimischen Baumbestand vergrößern. Unter anderem planen wir ein Grünes Klassenzimmer für den Unterricht und als Veranstaltungsort.“

Unternehmerischer Bienenschutz – wenn Drucker imkern

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Niedersachsen, Lüneburg: Die Mitarbeiter der Stern’schen Druckerei stellen ihren eigenen Honig her. Neben dem Hauptgebäude der Stern’schen Druckerei fliegen und arbeiten acht Bienenvölker auf einer natürlichen Blumenwiese mit Obstbäumen. Die Wiese wird trotz regelmäßiger Anfragen weder verkauft noch vermietet oder bebaut. Sie soll den ca. 600.000 Bienen weiterhin als Lebensraum erhalten bleiben.

Pfeil kl orange Thomas Weise: „Wir tragen dazu bei, dass die Bienen den Menschen langfristig erhalten bleibt. Der Honig unserer fliegenden Mitarbeiterinnen ist bei unseren Kunden sehr beliebt.“

Der NABU-Naturgarten – Schaugarten mit Teich und Sandarium

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Hamburg: 12 Aktive legen mitten in der Stadt einen vielseitigen Schaugarten an. Er soll andere GartenbesitzerInnen dazu anregen naturnah, torffrei, pestizidfrei und mineraldüngerfrei zu gärtnern. Im Schaugarten gibt es zudem Gartenelemente wie Dachbegrünung und Kräuterspirale, einen Teich und ein Sandarium. Auch der Bau von Nisthilfen für Insekten, Fledermäuse und Vögel wird gezeigt.

Pfeil kl orange Michael Kasch: „An den Tagen der offenen Gartenpforte geben wir gerne unsere Erfahrungen weiter. Hier können sich gärtnernde NachbarInnen untereinander austauschen.“

Kleine Paradiese an der Meenkwiese

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Hamburg: Aus einer Grünpatenschaft am Alsterlauf ist ein kleines Paradies entstanden. 10 NachbarInnen gestalten hier Themengärten, unter anderem einen Miniatur-, einen Medizin-, einen Zauber-, einen Küchen-, einen Schmetterlings- und einen blauen Garten. Heute stehen dort Bänke und Tische.

Pfeil kl orange Edith Aufdembrinke: „Das eigeninitiative Gärtnern der NachbarInnen hat auch die hauptamtlichen Gärtner zu ersten Versuchen mit Wildblumen und Obstbäumen ermuntert. Heute ist die Meenkwiese ein echter Ort der Gastlichkeit.“

Naturschutz2go – Saatgutautomat für Hobby-Gärtner

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Bremen: Seine selbst gebauten Saatgutautomaten, die der junge Aktivist Jonte auch in workshops mit Kindern fertigte, stehen bereits fünf Exemplare in Bremen, einer in Berlin. Die Automaten enthalten „Bienenpralinen“ und „Saatgutkonfetti“ und bieten AnwohnerInnen die Möglichkeit, problemlos Saatgut für Wildblumenwiesen zu „ziehen“. Selbst ein alter Kondomautomat wurde von ihm zum Samenspenderautomat umfunktioniert. Seine Aktionen finanzierte Jonte mit dem Preisgeld des vergangenen Jahres.

Pfeil kl orange Jonte: „Ich will möglichst viele große und kleine Menschen aus der Nachbarschaft anstecken, wilde und kunterbunte Ecken auf Balkonen, Baumscheiben, Gärten zu schaffen!“

Gemeinschaftsgarten Dossegarten – Kinder pflanzen Apfelbäume

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Brandenburg, Wittstock: Rund 30 SchülerInnen krempelten die Ärmel hoch, um die Begrünung im Schulareal und im Wohngebiet voranzutreiben. Sie entrümpelten ein verwildertes Gartengrundstück und bepflanzten es mit Beeten und Apfelbäumen. Auf einem benachbarten Grundstück schütteten sie frischen Mutterboden auf und legten auch dort eine insektenfreundliche Blumenwiese an.

Pfeil kl orange Lea Wehde: „Wir fördern die Diversität im Gemeinschaftsgarten und machen aus dem Wohngebiet ein insektenfreundliches Quartier.“

Witzin blüht auf – die 60 Hektar Bienenweide

Der Imker auf der Insektenweide von Familie Grimm

Mecklenburg-Vorpommern, Witzin: Als alte Freunde der Aktion „Jede Wiese zählt!“ lässt die aktive Dorfgemeinschaft den Ort aufblühen. Rund 50 Akteure machen mit und begrünen immer mehr Flächen in und um Witzin. Drei Bauern legten gemeinsam rund 60 ha Bienenweiden an. Der örtliche Imker stellt insektenfreundliches Saatgut für Privatgärten und Gemeindeflächen bereit.

Pfeil kl orange Willfried Thomä: „Mit dem Projekt schaffen wir mit vielen Nachbarn dauerhaft und nachhaltig mehr Lebensraum für Bienen, Hummeln und andere Insekten.“

Haar – zum Anbeißen schön

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Bayern, Haar: Bereits seit 2014 bauen AnwohnerInnen auf vier Gemeindegrünflächen in Haar biologisches Obst und Gemüse an. Jeder darf hier ernten und sich mit gesundem Gemüse versorgen. AnwohnerInne aus 16 Nationen machen bei den Aktionen mit. Auch der Kindergarten hat eine eigene Scholle und die Vorschulkinder lernen spielerisch, wie man Lebensmitteln anbaut.

Pfeil kl orange Michael Ferrari: „Wir setzen uns für eine bessere Versorgung mit gesundem Obst und Gemüse ein und fördern die aktive Einbindung unterschiedlicher Nationen ins Gemeindeleben. “

„Offener Garten für Alle“ – kostenlose Wildblumensaat

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Schleswig-Holstein, Schleswig: Der Gemeinschaftsgarten „Offener Garten am Wikineck für Alle“ ist Keimzelle für das Projekt "Der Friedrichsberg blüht auf!" Die BewohnerInnen des sozial benachteiligten Stadtteils Friedrichsberg erhalten auf Wunsch kostenlos Wildblumensaat, Kulturblumen sowie Blumenzwiebeln. Seitdem blüht der Stadtteil mit Verkehrsinseln, Vorgärten und öffentliche Flächen auf.

Pfeil kl orange Sabine Buntrock: „Wir wollen dazu beitragen, dass der Stadtteil auch im übertragenen Sinne aufblüht.“

Mitmachgarten Wirrwuchs – interkulturell und spielerisch

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Sachsen, Leipzig: Zusammen mit MigrantInnen und AnwohnerInnen aus Leipzig Paunsdorf engagieren sich für den Ausbau des Mitmachgartens »Wirrwuchs«. Sie gestalten das 1.340 Quadratmeter große Areal zum nachhaltigen und interkulturellen Begegnungsort mit Gewächshaus, Sitzecke und Spielbereich. Der Garten steht allen offen und vielseitige Mitmach-Angebote sorgen für großen Zulauf.

Pfeil kl orange Caroline Jonigkeit: „Ziel des Gartens ist es, eine solidarische (Stadt-)Gesellschaft zu fördern. Alle NachbarInnen sollen davon profitieren.“

Gemeinsam aktiv für den Erhalt einer Grünfläche

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Saarland, Reiskirchen: NachbarInnen aus Reiskirchen kämpften erfolgreich für den Erhalt der letzten größeren Grünfläche im Ort. 20 Akteure wollen Obstbäume und Nutzgartenflächen in Zusammenarbeit mit dem Kindergarten anbauen. Ihr Ziel ist es, das Areal zur Naherholungszone für die Bewohner zu gestalten, mit befestigten Wegen und Sitzgelegenheiten sowie Insektenhotel und Nisthilfen für Vögel und Fledermäuse.

Pfeil kl orange Lothar Schackmar: „Die Bebauung der letzten Grünfläche konnten wir erfolgreich verhindern.“

BUND Ortsgruppe Wolfratshausen aktiv für die Nachbarschaft

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Bayern, Wolfratshausen: Die Ortsgruppe des „BUND Naturschutz in Bayern e.V.“ verwandelte eine ehemalige Fettwiese in einen naturnahen Bereich mit vielen verschiedenen Elementen eines Naturgartens. Die Naturfreunde wollen mit ihrer Aktion weitere Nachbarn dazu anregen, ihren Garten ebenfalls naturnah gestalten.

Pfeil kl orange Sigrid Bender:„Wir vom BUND bieten gern Hilfe und Anleitung bei der Umgestaltung in naturnahe Lebensräume an. “

Zukunftswerkstatt Saar e.V. – große Pläne für die Kleinen

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Saarland, Rehlingen-Siersburg: Mit dem Projekt „Dorf-Gemeinschaft-Leben“ wollen die Mitglieder der Zukunftswerkstatt Saar e.V. einen „Ort der Begegnung“ schaffen. Ihr Plan: Auf dem veralteten Spielplatz neben dem Gemeinschaftshaus soll ein kindgerechter, inklusiver Spielplatz errichtet werden, nebst barrierefreiem Rundweg und einer Blühwiese mit Hochbeet-Spirale. Projektstart ist Frühjahr 2022.

Pfeil kl orange Winfried Hoffmann: „Barrierefreie Spiele, Kaffeenachmittage, Feste, Konzerte sowie Freizeitaktivitäten für alle Generationen sollen in Zukunft hier stattfinden.“

Ein Kräuterbeet fürs Alpenland

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Berlin, Marzahn: Die Mitglieder des Vereins Spiel/Feld Marzahn e.V. engagieren sich für die Wiederherstellung und Errichtung eines Kräuter- und Blumenbeetes auf dem Gelände eines Seniorenheims „Alpenland“. Das in gemeinsamer Aktion angelegte Beet dient den SeniorInnen und MitarbeiterInnen des Heimes als Ort der Begegnung. Nachbarn sind herzlich eingeladen.

Pfeil kl orange Katharina Böhme: „Wir haben sukzessive Kräuter z.B. Lavendel, Oregano, Schnittlauch, Fenchel, oder Melisse gepflanzt und Frühjahrsblüher gesteckt. Das Ergebnis kann sich bereits sehen lassen. “

Die Dorfmasche begrünt auch Partnerstädte

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Neukirchen-Vluyn, Nordrhein-Westfalen: „Dorfmasche feat. Partnerstädte“ heißt das diesjährige Projekt der Neukirchen-Vluyn Häkelgruppe. Anlässlich des 30-jährigen Städtepartnerschaftsjubiläums wollen sie 1.500 gehäkelte Blumenblüten an die drei Partnerstädte Ustron, Mouvaux und Buckingham übergeben.

Pfeil kl orange Martha Schlothmann: „Für jede gehäkelte Blüte pflanzt die jeweilige Stadt eine Blumenzwiebel. Nach dem Vorbild der Dorfmasche in 2020 können so bis zu 12.000 Zwiebeln zusammen kommen. Die Bürgerschaft sucht sich die Plätze aus, an denen es in 2022 blühen soll.“

Inselgarten – gesunder Wildwuchs an der S-Bahn-Station

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Berlin: Ihr Terrain haben die Aktiven vom Inselgarten schon abgesteckt. Die Begrünung durch mobile Hochbeete nehmen sie in unmittelbarer Nähe der S-Bahnstation Julius-Leber-Brücke vor – auf einer versiegelten Fläche. Für die Nutzung der Fläche beantragen sie jährlich eine Sondergenehmigung. In diesem Jahr bepflanzten die Aktiven ihre Hochbeete mit Gemüse, Wildkräutern und Stauden.

Pfeil kl orange Keya Choudhury: „Unser Ziel war es, die Gestaltung der Hochbeete mit Gemüse-Mischkulturen durch einheimische Wildstauden und -kräuter zu ergänzen, um so die Artenvielfalt im Garten zu erhöhen.“

Schiedgraben – Stufe für Stufe zu mehr Artenschutz

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Schwäbisch Hall, Baden-Württemberg: Die Akteure des „Urban Garten“ in Schwäbisch Hall verwandelten eine vernachlässigte, öffentliche Grünfläche in eine artenreiche Blühwiese. Mit ihrem Projekt wollen sie neuen Lebensraum für Insekten schaffen und AnwohnerInnen wie Besucher zur Nachahmung animieren.

Pfeil kl orange Dr. Dieter Bock: „Für die Beete haben wir fast ausschließlich Wildpflanzen verwendet. Dabei vermeiden wir gezüchtete Gartensorten, die in vielen Fällen den Insekten keine Nahrung bieten. Auch aus ästhetischen Gründen passen Wildpflanzen besser zu einer naturnahen Gestaltung. “

Bewegungskindergarten Großsteinhausen

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Großsteinhausen, Rheinland-Pfalz: Mit mehreren Begrünungs- und Pflanzaktionen in Kooperationen mit ortsansässigen LandwirtInnen und NachbarInnen ermöglichten die Initiatoren des Projekts den Kinder des Bewegungskindergartens eine wichtige Erfahrung: Jedes Lebewesen auf unserem Planeten, Menschen, Tier und Pflanzen, verdienen unsere Wertschätzung.

Pfeil kl orange Stephanie Schröder: „Unser Ziel ist es, die Kinder und deren Familien auf die Probleme unserer Umwelt, unserer Natur, unserer Erde aufmerksam zu machen und neue Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen, die helfen, diese Problemen zu lösen.“

Gemeinschaftsgarten Rosa Rose holt die blaue Holzbiene zurück

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Berlin: Die Mitglieder des Gemeinschaftsgartens „Rosa Rose“ gestalteten das verwucherte Rondell neben dem nachbarschaftlichen Gemeinschaftsgarten in eine Blühwiese um. Über den gemeinsamen Erfolg sind sie glücklich und stolz. Sogar die seltene blaue Holzbiene ist dort eingezogen! Auch im kommenden Jahr wollen sie das Projekt fortführen.

Pfeil kl orange Anna Brixa: „Wir haben eine vielfältige Nahrungsquelle und Ruheoase für die Insekten in unserem Garten geschaffen und konnten diverse Bienenarten, viele Hummeln und vor allem eine Unmenge an Schmetterlingen anlocken. “

Einzelaktion im eigenen Garten – Vögel und Insekten danken

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Nordrhein-Westfalen, Petershagen:Damit sich der Lebensraum für Vögle und Insekten immer mehr erweitern kann, setzt Claudia Hanschke auf insektenfreundlichen Blumen und Sträucher auf ihren Grundstück.

Pfeil kl orange Claudia Hanschke: „In meinem Garten sollen Insekten, Vögel und Igel leben können.“

TINO 84-85 – öde Brachfläche war einmal

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Berlin: Die zehn BewohnerInnen des neugebauten Wohnhauses in der Tino-Schwierzina-Str. konnten der öden Brachfläche vor ihrem Haus nicht mehr sehn und wollten nicht mehr länger tatenlos zusehen. Sie gründeten eine Initiative und säten eine bunte Blumenwiese. Für die kommende Gartensaison wollen die NachbarnInnen zusätzlich eine Haselnuss- und Eibenhecke vor dem Haus pflanzen und dazu weitere farbliche Akzente durch Blumen einbringen.

Pfeil kl orange Steffen Witte: „Uns liegt daran, mit dem Begrünen der Fläche vor unserem Haus das gesamte Straßenbild zu verschönern und gleichzeitig mehr Lebensraum für Insekten und Vögel innerhalb der Stadt schaffen.“

Wildblumenwiese vorm Mehrgenerationenhaus begeistert Besucher

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Nordrhein-Westfalen, Dormagen: Rund um das neu errichtetet Mehrgenerationenhaus in Dormagen haben sich 15 BewohnerInnen der Gartengruppe zusammengeschlossen, um große Teile des Außengeländes zur üppig blühenden Wildblumenwiese anzulegen. Dabei haben die HausbewohnerInnen ihren kreativen Ideen keine Grenzen gesetzt. Die bunte Vielfalt erfreut und beeindruckt auch viele Besucher.

Pfeil kl orange Raphael Schlegl: „Wo sonst sehr häufig hohe Zäune und eintönige Steingärten zum Standard werden, wollen wir bewusst ein Zeichen setzen und auf natürliche Weise in Kontakt mit unserer Umgebung treten.“

Abenteuerspielplatz Waslala

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Berlin: Der Abenteuerspielplatz und Kinderbauernhof Waslala wird von 20 festen und freiwilligen Mitarbeitern geführt. Er befindet sich mitten im Berliner Stadtteil Treptow-Köpenick. Auch für therapeutische Zwecke siedelten die Akteure dort Ponys und Ziegen, Kaninchen, Katzen, Goldfische, wilde Rehe und Füchse an. Auf dem naturbelassenen Gelände veranstalten sie mit Kitagruppen und Kindern von Geflüchteten kleine Fotosafaris. Dabei lernen die jungen Forscher die Vielfalt der Fauna und Flora der Weidefläche kennen.

Pfeil kl orange Christine Ipsen: „Wir machen auch interessierte NachbarInnen auf das Projekt aufmerksam, um so das Bewusstsein für den Wert der umliegenden wilden Grünfläche zu stärken. “

Buntes Band Eimsbüttel

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Hamburg: Der Hamburger Stadtteil Eimsbüttel zählt zu den dicht besiedelten Bereichen der Metropole. Die Akteure vom Bunten Band wissen: Naturschutz ist wichtig und er beginnt direkt vor der eigenen Haustür. Die 25 Initiatoren des Bunten Bandes legten überall im Quartier Blühflächen an und fördern so mit vielen kleinen Aktionen den Artenschutz im Stadtteil. Bitte nachmachen!

Pfeil kl orange Franziska Schultz: „Jeder achte Mensch auf der Welt lebt in einer Millionenstadt, Tendenz steigend. Wer, wenn nicht wir, könnte Modelle für das Zusammenleben von Pflanzen, Tieren und Menschen im urbanen Umfeld entwickeln?“

Wurzelwerk – Wildwuchs für Yoga und Picknick

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Sachsen, Dresden: Der Gemeinschaftsgarten Wurzelwerk ist durch seine wildwachsende Aufteilung von Gemüsepflanzen bei den zehn NachbarInnen beliebt. Nun haben sie auch eine Grünfläche mit Blühwiese angelegt. Hier praktizieren die Wurzelwerker auch Yoga und veranstalten Picknicks.

Pfeil kl orange Claudia Rüdiger: „Beim Sommerfest tummelten sich Musikanten und Zuschauer zwischen den Blüten und Beeten. Tische und Bänke luden zum Verweilen ein. “

SchöneVibes Kollektiv – Griechischer Frühling

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Berlin: Die rund 30 NachbarInnen gaben ihrem Projekt den Namen "Der Griechische Frühling". Die nachbarschaftliche Begrünungsaktion fand auf einer Fläche an der Griechischen Allee im Berliner Kiez "Oberschöneweide" statt. Neben einer Wildblumenwiese pflanzten sie auch Naschhecken für Kinder und kleine Wildtiere. Sie legten dabei großen Wert auf die Genießbarkeit der Beeren, verschiedene Blühzeitpunkte und ganzjährige Nahrungsquellen für Vögel.

Pfeil kl orange Nina Fuchs: „In erster Linie war es als eine Aktion von der Nachbarschaft für die Nachbarschaft geplant, aber auch Umweltbildung und Ökologie ist uns wichtig.“

Geniale Idee: Wiesenwissen über QR-Code erhalten

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Berlin: Der Verein mog61 Miteinander ohne Grenzen engagiert sich seit vielen Jahren sehr erfolgreich für die Begrünung ihres Kiez. 20 Aktive krempeln die Ärmel hoch, um soviel „Straßenbegleitgrün“ wie nur möglich in Insektenfreundliche Flächen umzuwandeln. Die von ihnen angelegten Wiesen und Beete versehen sie mit QR-Codes, die zu Audiofiles führen. Auf lustige und informative Weise erfahren Interessierte, was auf dem jeweiligen Beet gerade wächst und gedeiht.

Pfeil kl orange Marie Hoepfner: „Das gemeinsame Gärtnern im öffentlichen Raum bietet den KiezbewohnerInnen Möglichkeiten zur aktiven Mitgestaltung und Entwicklung des Quartiers Zudem unterstützt es den nachbarschaftlichen Zusammenhalt. So fördern wir den kulturellen Austausch und die gesellschaftliche Teilhabe.“